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Neue Lieder von Christina Lux im Göttinger Apex

Gefühl von Heimatlosigkeit Neue Lieder von Christina Lux im Göttinger Apex

Soul, Folk, Philosophies, so wird die Musik von Christina Lux kurz charakterisiert. Die aus Karlsruhe stammende und heute in Köln lebende Sängerin und Gitarristin begann ihre Karriere in einer Kasseler Rockband. Sie war auch  Teil der multikulturellen A-Cappella-Band Vocaleros.

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Mit drei Gitarren unterwegs: Christina Lux.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. In ihrer Karriere hat Lux mit Musikern wie Edo Zanki, Purple Schulz, Jon Lord oder Mick Karn zusammengearbeitet und tourte mit Fury in the Slaughterhouse, Astrid North, Friend’n Fellow, Paul Young, Tuck & Patti oder Long John Baldry. Für ihr erstes komplettes Studioalbum „Coming Home At Last“ machte der Fotograf Jim Rakete die Bilder.

Ihr bislang siebtes und aktuelles Album „Playground“, das sie unter anderem mit dem Gitarristen und Perkussionisten Reentko Dirks aufnahm, war 2012 für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert.

Neue Lieder testen

Die Arbeit an einem neuen Album wächst ihrer Aussage nach, indem sie in den Konzerten die neuen Lieder testet. Diese entwickeln sich von Auftritt zu Auftritt bis zur Studioaufnahme. Die Entdeckung ihrer eigenen Sprache für ihre Lieder führt nun wahrscheinlich zu einem deutschen Album. Dabei sei die Wahl, zuerst in Englisch zu singen, eng verknüpft gewesen mit der Musik, die sie in frühen Jahren gehört hat.

Ohne stilistische Brüche mischt Lux die englisch- und  deutschsprachigen Lieder. Ihr Gitarrenspiel klingt oft, als begleiten sie weitere Musiker. „Drei Blondinen und eine Brünette auf Tour“, so bezeichnet sie ihre „Band“. Das sind drei Gitarren, die sie im Wechsel mal melodisch begleitend und immer wieder auch sehr rhythmisch, funkig in dem ihr ganz eigenen Stil spielt.

Ihre Texte stecken voller Poesie, sprechen auch mal eine deutlich kritische Sprache, vorgetragen von ihrer facettenreichen, volumigen Stimme. Ihre Lieder handeln von „Wegen, die man gehen muss“, vom „Fallen, um zu landen“ oder „von den kleinen Nörglern und Zweifeln, die abends beim in sich gehen mit am Tisch sitzen und die man dann gerne mal hinten anstellen möchte“. Lieder, die „aufs Papier flattern und dann schnell aufgeschrieben werden müssen“.

Musikalische Reise

Heimatlosigkeit sei ein Teil von ihr und diese Erkenntnis habe sie ruhiger gemacht, erzählt Lux. Von diesem Gefühl handelt der Titelsong des gleichnamigen Albums „Coming home at last“. Zum Ende des Konzerts nimmt Lux das Publikum mit dezentem Fingerschnipping und Klatschen mit auf ihre musikalische Reise. „Es sei ein Geschenk für sie, dass die Zuschauer kommen“.

Den frenetischen Applaus im fast ausverkauften Apex belohnt sie mit zwei Zugaben. „Arms wide open“ und „Moment“ beenden den Auftritt einer großen Künstlerin, für die Göttingen inzwischen vielleicht ein wenig Heimat geworden ist.

Von Jörg Linnhoff

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