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Neue Schauspieler im Ensemble

Verstärkung für das Deutsche Theater Neue Schauspieler im Ensemble

In einem Punkt sind sich alle sechs jungen Schauspieler, die von dieser Spielzeit an fest  am Deutschen Theater (DT) engagiert sind,  einig: Sie sind gern nach Göttingen gekommen, weil sie sich im Haus am Wall sehr wohl fühlen. Das betonen sie unterschiedslos.

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Die Neuen: Andreas Schneider, Benjamin Krüger, Andreas Daniel Müller, Stefany Dreyer, Norman Grüß und Moritz Pliquet (v. l.).

Quelle: CH

Göttingen. Sie haben sich nicht nur gefreut, dass ihnen nach dem Vorsprechen ein Vertrag angeboten wurde, sondern sie haben bereits dabei die Atmosphäre am DT schätzen gelernt. Einige von ihnen haben bereits in Produktionen des Hauses mitgewirkt.

Norman Grüß und Moritz Pliquet sind mit Jahrgang 1986 die jüngsten Neuzugänge des Ensembles. Grüß, der aus Oldenburg stammt, hat an der Hochschule in Hannover studiert, der Dortmunder Moritz Pliquet in Frankfurt. Gleich nach seinem Studium bekam Pliquet die Gelegenheit, am Studio des Schauspiels Frankfurt verschiedenste Rollen zu arbeiten, nachdem er schon als Student in den Theatern in Mainz und Wiesbaden gespielt hatte. Am DT gibt er sein Debüt in Shakespeares „Was ihr wollt“ und ist später in „Die Feuerzangenbowle“ zu sehen.

Grüß stand 2009/10 am DT in Nino Harataschwilis „Zorn“ auf der Bühne. Daneben hat er in seiner Heimatstadt Oldenburg in „A Clockwork Orange“ von Anthony Burgess und in „Herr der Diebe“ von Cornelia Funke mitgewirkt. Nach Göttingen ist er besonders gern gekommen, weil seine Familie hier wohnt. Er wird in „Pettersson und Findus“, „Die Verwandlung“ und „Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüchse“ mitspielen.

Mit fünf Jahren hat der 1985 in München geborene Andreas Schneider mit dem Klavierspielen angefangen, fünf Jahre später mit Schlagzeug. Bald stand er mit verschiedenen Bands auf der Bühne. Die Musik stand auch am Beginn seines Studiums in der Sparte Musical an der Essener Folkwang-Universität der Künste, wo er aber bald seine Liebe zum Schauspiel entdeckte. 2011 spielte er den Sebastian in Shakespeares „Was ihr wollt“ bei den Gandersheimer Domfestspielen. Er debütiert am DT in „Alle sechzehn Jahre im Sommer“ und wird später in „Der Theatermacher“ mitwirken.

In „Die Wahrheit über Frankie“ und „Wunderkinder“ war Andreas Daniel Müller schon 2011/12 als Gast am DT zu erleben. Der 1984 in Basel geborene Schauspieler hat in Hannover studiert, war Preisträger der DOMS-Stiftung 2010/11 und Stipendiat der Armin-Ziegler-Stiftung. Am DT ist er in der Shakespeares „Was ihr wollt“ zu sehen, anschließend in „Die Feuerzangenbowle“ und „Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüchse“.

Stefany Dreyer, einziger weiblicher Neuzugang im DT-Ensemble, wurde 1982 in Weimar geboren. Sie hat sich wie ihr Kollege Schneider zunächst vor allem mit musikalischen Aufgaben befasst und nach klassischem Cello- und Gesangsunterricht  Schauspiel, Gesang und Tanz an der Universität der Künste in Berlin studiert. Von 2005 bis 2008 machte sie als Sängerin in der Band „Banaroo“ einen Ausflug in die Welt des Pop-Geschäfts mit Echo-Nominierung und mehreren Gold- und Platinschallplatten. Nach diesem Ausflug in die von ihr so bezeichnete „Zitronengesellschaft“, in der man förmlich ausgepresst wird, spielte sie in mehreren Filmen mit und fand den Weg zur Bühne, unter anderem in Berlin in der „Bar jeder Vernunft“ als Sally Bowles in „Cabaret“. In dieser Rolle stand sie auch bereits auf der DT-Bühne. Ihr Debüt in dieser Spielzeit gibt sie im Musical „Hair“.

Mit Jahrgang 1980 ist Benjamin Krüger der Senior unter den Neuen. Er stammt aus Hannover, hat seine Schauspielausbildung in Paris und Hamburg absolviert und war anschließend sechs Jahre am Theater Meiningen engagiert. Daneben wirkte er in Fernsehfilmen mit. Er wird sein Göttinger Debüt als festes DT-Ensemblemitglied zusammen mit Stefany Dreyer im Musical „Hair“ geben.

Von Michael Schäfer

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