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Neue Skulpturen aufgestellt

Kunst im öffentlichen Raum Neue Skulpturen aufgestellt

Eine Skulpturengruppe von Jürgen Weber und ein Einzelkunstwerk der Künstlerin Baecher-Duisburg stehen seit Mittwoch in der Leineaue zwischen Groner Landstraße und Godehardstraße. Es könnte der Anfang eines Skulpturenparks werden. Das hofft zumindest Göttingens Kulturdezernentin  Petra Broistedt (SPD).

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Quelle: PEK

Göttingen. Broistedt lobte „den sehr schönen alten Baumbestand und die Artenvielfalt“ an den Ufern der Leine. Im kommenden Jahr solle auf Höhe der Lokhalle in Nachbarschaft zu den Kunstwerken ein Biergarten entstehen. Ein Durchgang an der Lokhalle zur Leineaue wurde unlängst geschaffen. Das alles soll der Belebung des Bereiches diesen, erklärt Broistedt. Und: „Ich hoffe, dass wir ganz viel Kunst rechts und links des Weges aufstellen können.“ Dazu allerdings ist die Stadt auf viele Leihgeber angewiesen. Denn über einen Etat zum Ankauf von Kunst in dieser Größenordnung ist im Haushalt der Stadt nicht vorgesehen.

Die jetzt aufgestellten Werke stammen aus einem Wettbewerb, den die Deutsche Post in Göttingen für ihren Industriebau des Fernmeldezentralenzeugamtes in der August-Spindler-Straße 1 ausgeschrieben hatte.

Das Gelände wurde von der Firma Sartorius Stedim Biotech übernommen, die der Stadt die Werke als Dauerleihgabe anbot. Die willigte ein und war dann zuständig für das Aufstellen und muss künftig für die Reinigung und Instandhaltung sorgen. Mitarbeiter des Baubetriebshofes hatten schon im Vorfeld in der Leineaue Löcher ausgehoben und mit Betonfundamenten versehen. Am Dienstagmorgen wurden die Kunstwerke angeliefert. Einem wuchtiger Kran hob sie an die vorbereiteten Plätze. Hilmar Beck, Leiter des Fachdienstes Kultur der Stadt, überwachte nach Konstruktionszeichnungen die Ausrichtung der Skulpturen, die Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofs dann im Beton verankerten.

Weber hatte sich mit seinem Entwurf für den Wettbewerb an auf den Auftraggeber eingestellt. Er schrieb dazu: „Das große Gesicht, mit dem leicht geöffneten Mund symbolisiert das Sprechen, während die Ohrmuschel das Hören verbildlicht.“ Das Gesicht übrigens ist 3,50 Meter hoch und wiegt 2,9 Tonnen, die Ohrmuschel misst 1,30 Meter und bringt fast eine Tonne auf die Waage.

    

Der Künstler

Jürgen Weber (1928-2007), war Professor an der Kunstakademie in Braunschweig. 1996 wurde er emeritiert. Für Göttingen hat er schon einige andere Kunstwerke geschaffen, die weit mehr für Wirbel sorgten. Er entwarf das Bronzeportal für den Ratssaal. Weber, ganz Realist, hatte darauf die Menschheitsgeschichte und darin speziell die Historie Göttingens aus seiner Sicht dargestellt, was in Göttingen für heftige Diskussionen sorgte – wie auch das Relief „Die Stadt“, das er 1963/64 für die Stadthalle schuf. Von der Künstlerin Baecher-Duisburg ist weniger bekannt – nicht mal ihr Vorname habe sich recherchieren lassen, sagte Hilmar Beck, Leiter des Fachdienstes Kultur der Stadt Göttingen. Studiert hat sie an der Kunstakademie in Düsseldorf und als Assistentin von Edwin Scharffs und Aleyander Zschokkes gearbeitet.   

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