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Neuer Geschäftsführender Vorstand beim Göttinger Verein Künstlerhaus

„Ein gestalterisches Gesicht“ Neuer Geschäftsführender Vorstand beim Göttinger Verein Künstlerhaus

Der Verein Künstlerhaus hat einen neuen Geschäftsführenden Vorstand. Reinhard Irmscher, Gymnasiallehrer im Ruhestand und viele Jahre im Kulturverein Apex aktiv, wurde zum Vorsitzenden gewählt, der Graphikdesigner Carlos Schulze-Nowak zu seinem Stellvertreter.

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Reinhard Irmscher (rechts) und Carlos Schulze-Nowak 

Quelle: Vetter

Göttingen.  Als drittes Vorstandsmitglied wurde Sonja Alberts als Schatzmeisterin bestätigt. Künstlerische Vorstände sind weiterhin Georg Hoppenstedt und Erhart Schröter. Der Beirat wurde weitgehend wiedergewählt: Karin Schrader, Erhard Joseph, Frank-Helge Steuer und Ute Gruenwald. Neu dabei ist Bärbel Kern-Lange. Alle sind für drei Jahre im Amt.

Sie hätten eine gut aufgestellten Verein von ihrem Vorgänger Detlef Neuberg übernommen, erklärt Irmscher. Die Mitgliederzahl sei bei etwa 170 stabil. Dennoch hat sich der neue Vorstand Änderungen vorgenommen. Der Verein Künstlerhaus sei nicht besonders präsent in der Wahrnehmung, meint Schulze-Nowak. Er will daher die Öffentlichkeitsarbeit verstärken und der Einrichtung „ein gestalterisches Gesicht“ geben.

Gemeinsam mit den künstlerischen Vorständen wollen sich Irmscher und Schulze-Nowak für mehr experimentelle Kunst im Ausstellungsprogramm einsetzen. Ein „Crossover“ schwebt ihnen vor, performative Kunst wollen sie ins Haus holen und mixed media in den Blick rücken. Rauminstallationen sollen ebenso zu sehen sein wie Videokunst und anderes. Über Jahre habe der Verein nach dem Motto verfahren: „Bilder an die Wand und gut ist᾽s“, sagt Irmscher. Das soll nun anders werden. Am Programm des kommenden Jahres werde das allerdings noch nicht zu bemerken sein. Irmscher und Schulze-Nowak stellen sich auf eine intensive und eher langwierige Überzeugungsarbeit ein. Irmscher: „Das muss wachsen.“

Darüber hinaus wollen die beiden Vorstände Künstler aus der Region mehr unterstützen, beispielsweise über Kooperationen mit dem Verein „Kultur unterstützt Stadt Göttingen“ (Kunst), mit anderen Künstlerhäusern in Deutschland, aber auch mit den Partnerstädten Göttingens. Die Künstler sollen mehr Chancen erhalten auszustellen. Das Programm des Künstlerhauses – zwölf bis 16 Ausstellungen jährlich – soll künftig einheitlicher werden und eher von eingeladenen Künstlern bestritten als nach Bewerbungen ausgewählt werden.

Das auf drei Jahre angelegte, landesweite Projekt „Wege zur Kunst“ ist gerade angelaufen, eine Kooperation mit dem Otto-Hahn-Gymnasium, eine Schule mit künstlerisch-musischem Schwerpunkt. Schulen sollen sich nach dem Willen der Landesregierung Kulturpartner suchen. Man verspreche sich davon „mehr Attraktion für den Kunstunterricht“ erläutert Irmscher. Und: Der Verein will mit Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationshintergrund zusammenarbeiten.
Das Ausstellungsprogramm 2016 startet in den oberen Galerieräumen mit Installationen und Fotos, die Deborah Ude aus Braunschweig präsentiert.

Die erste Schau im Weißen Saal bestreitet Christoph Beer aus Berlin. Eine alte Bekannte stellt im September in den oberen Galerieräumen aus: Christel Irmscher. Sie zeigt Malerei und Installationen. Auch der Gewölbekeller soll genutzt werden, 2016 von Sabine Harton aus Bremke. Sie will dort Objekte und Installationen präsentieren.

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