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„Offene Geste“ an Theaterbesucher

Neuer Kassenbereich im DT „Offene Geste“ an Theaterbesucher

Zum Start der neuen Spielzeit hat das Deutsche Theater (DT) seinen Umbau im Kassenbereich abgeschlossen. Die Kasse ist etwa zwei Meter nach hinten in das historische Gebäude verlegt und mit Bildschirmen, auf denen man seine Plätze auswählen kann, und einem absenkbaren Tresen ausgestattet worden.

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Sandra Hinz, Verwaltungsdirektorin vom Deutschen Theater (DT), Erich Sidler, DT-Intendant, und der Berliner Architekt Gregor Müller (v.l.n.r.) freuen sich über den neu gestalteten Kassenbereich mit absenkbarem Tresen.

Quelle: CR

Göttingen. „Barrierefreiheit und die Bewerbung des Deutschen Theaters nach außen“ seien Ziele der Modernisierungsarbeiten, so Sandra Hinz, Verwaltungsdirektorin des DT. Gelungen ist das dem Berliner Architekten Gregor Müller mit dem absenkbaren Tresen:  Kassenchef Thomas Trempnau drückt einen Knopf, schon fährt ein Teil des Tresens automatisch nach unten – auf die Höhe eines Rollstuhlfahrers oder Kindes.

„Wir modernisieren das Haus seit einigen Jahren in Abschnitten“, erzählt Hinz, „für jeden Abschnitt haben wir ein Budget von 100 000 Euro“. Dieses stamme aus dem Entschuldungshilfeprogramm der Stadt. Als nächstes sei der Abgang zum DT2 im Visier, so Hinz. „Und die Toiletten müssen saniert werden, der Bereich ist nicht mehr zeitgemäß“, ergänzt DT-Intendant Erich Sidler. Beim Kassenbereich sei ihm die „offene Geste“ wichtig gewesen: „Wir wollen in Kontakt mit dem Publikum treten und die Schwelle senken, das Haus zu betreten“.

Der neue Kassenbereich ist in schwarz gehalten, dahinter das historische Gemäuer. „Wir haben das Konzept und die Farben vom Bistro übernommen“, sagt Hinz. „Es hat Spaß gemacht, sich mit dem Brandi-Erbe auseinanderzusetzen“, meint Architekt Müller. Jochen Brandi (1933 – 2005) ist der Göttinger Architekt, der zu Beginn der 1980er-Jahre den Glasanbau entworfen hatte – laut Müller ein „Zitat der Postmoderne“.

„Was neu entsteht, sollte sich dem Bestand unterordnen“, so Müllers Meinung, „und diesen steigern“. So habe er beispielsweise die grünen Stützen und die bodentiefen Fenster bei seinen Planungen einbezogen.

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