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Neues Format des Deutschen Theaters Göttingen: „In der Bellevue-Bar mit …“

Vor dem Tequila Neues Format des Deutschen Theaters Göttingen: „In der Bellevue-Bar mit …“

Am Anfang stehen Gerüchte. Er könne energisch werden, stehe für seine Sache ein, sei zuvorkommend und habe zwei bis drei Kinder. Katharina Uhland, Schauspielerin am Deutschen Theater, hat recherchiert, bevor sie auf Marcus Weide trifft.

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Gespräch und Fragen: Katharina Uhland und Marcus Weide mit Regieassistent Jonas Lüders (Mitte) in der Bellevue-Bar.

Quelle: Vetter

Göttingen. Der ist technischer Direktor in dem Haus am Wall und deswegen eigentlich hinter der Bühne tätig.

Zum Start des neuen Formats „In der Bellevue-Bar mit …“ haben sich Uhland und Weile in der neu eingerichteten Lounge mit Bar im Rang-Foyer getroffen, um miteinander zu reden und dem Publikum, aber auch sich selbst Gelegenheit zu geben, mehr über den jeweils anderen zu erfahren – und manchmal vielleicht auch über sich selbst.

Zwei Gegenstände sollten beide mitbringen, hatten die Regieassistenten des DT festgelegt, die das neue Format betreuen. Sie sollten raten, um was es sich handelt. Kreativ ging Uhland mit der Aufgabe um. Sie wähnte in dem Stück einen Dolch, der als Haarnadel getragen werden könne.

Dabei handelte es sich doch um eine Patentabheftnadel zum Anbringen von Knöpfen an Polstermöbeln. Uhland hatte ein Korken dabei, Weide identifizierte ihn messerscharf als Hilfsmittel fürs Sprechtraining.

Allzu früh allerdings verließen sich die beiden auf Fragen, die die Regieassistenten Lisa van Buren, Marleen Ilg, Jonas Lüders und Wenzel Winzer für Gesprächsstockungen vorbereitet hatten und die nicht immer Erkenntnisgewinn versprachen. Interessant noch zu erfahren: Weide lief 1997 in Hamburg einen Marathon, dafür bekam er spontanen Applaus vom Publikum.

„Ich mag Tiere so wenig gerne, dass ich sie nicht mal esse“

Und genervt ist der „Möglichmacher“ – als solche verstehen sich die Techniker im Theater – von Regisseuren oder Bühnenbildnern, die sprunghaft sind. Da brüte man eine Woche über der Lösung eines Problems, und dann wollten die Kreativen plötzlich etwas ganz anderes. Eine Woche Arbeit für nichts. Seine Frau lebt mit den beiden Kindern in Hamburg. So oft wie möglich fährt er in die Hansestadt. „Das klappt bislang ganz gut.“

Sie lebte vor ihrem DT-Engagement fünf Jahre in Berlin. Noch als Jugendliche habe sie „wahnsinnig gerne mit Barbies“ gespielt. Sie sei noch ein Kind gewesen, als ein ausgebüchster Hase sich in ihren Finger verbissen hatte. Die Spätfolgen: „Ich mag Tiere so wenig gerne, dass ich sie nicht mal esse.“ Und: Uhland wünscht sich mehr Geduld, um auch bei der ersten Probe, die immer schlimm sei, entspannt bleiben zu können.

Ob sie dann schon den Text beherrsche?, wollte Weile wissen. Nicht immer, gestand Uhland. Selbst wenn sie ihn vorher schon gelernt hatte. „Ich bin nirgends so begabt wie am Küchentisch“, sagt Uhland. Dort habe sie den Text perfekt auswendig gekonnt.

Fragen mit wenig Potenzial: Welches Körperteil magst du am liebsten? Glaubst du an Außerirdische? Worin liegt die Verbindung von Liebe und Wirtschaft?

Nach dem offiziellen Ende, das mit einem Tequila für die Akteure eingeläutet wurde, standen Uhland und Weide ins Gespräch vertieft am Tresen. Schade, dass sie nicht vorher so entspannt miteinander geredet hatten.

Das „In der Bellevue-Bar mit …“ ist für Dienstag, 27. Januar, um 21 Uhr geplant. Die Gäste stehen noch nicht fest.
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