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„Nicht schunkeln, rocken!“

Auf den Tischen Tanzen mit dem Adriano – Batolba – Trio im Nörgelbuff „Nicht schunkeln, rocken!“

Schon beim ersten Lied hält es das Publikum nicht im Sitzen aus. Am Ende des Abends tanzen die Leute auf den Bänken. Das Adriano – Batolba – Trio um den Sänger und Gitarristen André Tolba hat das Publikum im Göttinger Nörgelbuff mit klassischem und selbstkomponiertem Rockabilly sichtlich begeistert.

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Quelle: Archiv

Göttingen. Eigentlich besteht das Adriano – Batolba – Orchestra aus 13 Bandmitgliedern. Doch „mit den zehn Bläsern hätten wir hier nicht auf die Bühne gepasst“, erklärt Tolba die reduzierte Besetzung. Aber das Trio, das neben „Adriano“ noch aus Martell Beigang (Schlagzeug) und Falko Burkert (Kontrabass) besteht, schafft es auch ohne Bläser mühelos das Publikum zu unterhalten. „Ich weiß, ihr habt alle ein ‚O‘ eingepackt. Und ihr könnt eure ‚O’s hier bei uns rauslassen“, fordert Tolba seine Zuhörer zum Mitmachen auf, als das Trio den Song „Seven Nation Army“ von den White Stripes anstimmt.

Nicht nur Tolba beeindruckt mit Gesang, Gitarrenspiel und extravaganten Schuhen mit Leopardenfellmuster. Seine zwei Bandkollegen stehen ihm musikalisch nicht nach. Beigang, der „gentle giant“ wie Tolba ihn liebevoll nennt, spielt Schlagzeug im Stehen und trommelt auch schon mal einen Rhythmus auf den Deckenbalken des Nörgelbuffs. Während Tolba mit seiner Gitarre hin und wieder ein paar Luftsprünge wagt, ist Burkert immer ein Stück wilder bei der Sache. Er geht mit der Musik mit, dreht und wirbelt mit seinem Kontrabass herum als würde er Paartanzen. Einmal legt er sich das große Instrument quer wie eine Gitarre auf die Oberschenkel und spielt weiter.

Im Repertoire der Band sind Rockabilly – Klassiker wie „Summertime Blues“ von Eddie Cochran, aber auch Stücke, die mehr in die Richtung Rock’n’Roll gehen, wie „Have Love Will Travel“. „Wir haben auch ein Herz für Rock’n’Roll“, erklärt Adriano. In „You Are My Sunshine“ hingegen kommen tritt der Einfluss der Country – Musik im Rockabilly stärker hervor. Mit „Ride It Like You Stole It“ und „Please Denise“ präsentiert das Trio auch selbstgeschriebene Stücke.

Im Rockabilly – Genre kann man das Rad vielleicht nicht neu erfinden. Muss man aber auch nicht, wenn man mit so viel Enthusiasmus und Können sein Publikum überzeugt.

Von Jorid Engler

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