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Nikolausberger Musiktage: zwei renommierte Vokalensemble haben zugesagt

Klosterkirche wird Festivalort Nikolausberger Musiktage: zwei renommierte Vokalensemble haben zugesagt

 Mit den „1. Nikolausberger Musiktagen“ baut der Göttinger Ortsteil auf eine seit Jahrzehnten aktiv gelebte Musiktradition in der dortigen Klosterkirche auf. Die Festival-Premiere ist an den Tagen Freitag, 11., bis Sonntag, 13. September, angesetzt. Thema ist „430 Jahre Heinrich Schütz“.

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Renommiertes Vokalsensemble: das „Collegium Vocale Hannover“ tritt bei den Musiktagen auf.

Quelle: EF

Göttingen. „Die Musiktage stehen für Tradition, Überregionalität und Innovation“, teilte Antonius Adamske am Dienstag mit. Der Kirchenmusiker hatte die Idee für das Festival und fand in der Kirchengemeinde für seinen Plan offene Ohren. „Für uns als Kirchengemeinde ist es wichtig, dass im Kirchenraum neben Gottes Wort auch Musik erklingt“, ergänzte Pastor Gert Liebenehm. „Ich bin froh über die große Resonanz in der Gemeinde.“

Die diesjährigen Musiktage sollen den bedeutenden deutschen Frühbarock-Komponisten Heinrich Schütz (1585-1672) wieder in Erinnerung rufen. „Schütz ist für uns auch ein regionaler Komponist, da er ganz in der Nähe von Göttingen viele Jahre in Kassel wirkte“, so Adamske. „Er steht in der Tradition der Reformation und begegnet uns im Gesangbuch mit sechs Liedern.“

Für das diesjährige Programm konnte der Festival-Initiator zwei überregional renommierte Vokalensembles gewinnen. Das preisgekrönte „Collegium Vocale Hannover“ bietet beim Festkonzert die „Musikalischen Exequien“ von Schütz. Der „Landesjugendchor Niedersachsen“ präsentiert mit dem Programm „Nordic Sounds“ einen Ausblick über die Vokalmusik, die nach dem Barock entstanden ist.

„Es war uns aber auch wichtig ein lokales Ensemble einzubinden“, sagt Adamske. So wird das „Collegium Vocale St. Petri“ aus Weende zur Eröffnung die „Marienvesper“ von Claudio Monteverdi singen – ein Werk von jenem italienischem Komponisten, der neben Giovanni Gabrieli auf Schütz großen Einfluss hatte.

Die Veranstalter gehen die Musiktage mit vielen frischen Ideen an: Es gibt einen Kinderworkshop, ein Podiumsgespräch, ein Nachtkonzert mit der Sopranistin Patricia Grasse sowie einen Jazz-Frühschoppen.

Finanziert werden die Musiktage über die Eintrittsgelder und Zuschüsse des Ortsrates und des Landschaftsverbandes sowie durch Spenden. „Ein neu gegründeter Förderkreis unterstützt die Musiktage“, so Pastor Liebenehm. „Dieser gibt uns Planungssicherheit, wirbt Spenden ein und bietet wichtige Kontakte.“ Zudem engagiert sich die Dorfbevölkerung: Die Feuerwehr hängt Fahnen und Banner auf, Mitglieder des Sportvereins backen Kuchen und Sänger des Gesangsvereins sitzen an der Kasse.

Für die kommenden Jahre wollen sich die Veranstalter konzeptionell und in Bezug auf eine Musikepoche noch nicht festlegen. Musiktage-Initiator Adamske: „Wir hoffen auch auf ein junges Publikum und versuchen neue Formen der Kultur- und Glaubensvermittlung zu finden.“

Von Udo Hinz

Das Programm

Freitag: 11. September

  • 20 Uhr: Eröffnungskonzert: Claudio Monteverdi: „Vespro della Beata Vergine 1610“ (Marienvesper, Continuoversion) mit dem „Collegium Vocale“ St. Petri

Sonnabend, 12. September

  •  9-13.30 Uhr: Kinder-Workshop (6 bis 12 Jahre). Anmeldung unter musiktage@nikolausberg.de
  •  14 Uhr: Podiumsgespräch über die Exequien von H. Schütz
  • 17 Uhr: Festkonzert mit Heinrich Schütz „Musikalische Exequien“ mit dem Collegium Vocale Hannover
  • 21 Uhr: Nachtkonzert mit Heinrich Schütz „Kleine Geistliche Konzerte“ mit Patricia Grasse (Sopran)

Sonntag, 13. September

  • 10 Uhr: Festgottesdienst mit barocken Bläsern und dem Chor „i dodici“
  • 11.15 Uhr: Frühschoppen mit dem Jazz-Duo „Barocco Nuevo“
  • 17 Uhr: Abschlusskonzert „Nordic Sounds“ mit dem Landesjugendchor Niedersachsen.
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