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Gavin Povey mischt den Boogie-Woogie auf

Konzert im Nörgelbuff Gavin Povey mischt den Boogie-Woogie auf

„Destination oke she moke she pops“ heißt das Lied, nachdem sich Gavin Poveys Band benannt hat. Die Band ist da, die Destination ist an diesem Abend der Göttinger Nörgelbuff, in dem der Sänger und Pianist Povey mit solidem Rythm und Blues, klassischem Rock und aufgemischtem Boogie-Woogie gastiert hat.

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Gavin Povey gibt alles.

Quelle: HW

Göttingen. Den New Orleans Style hört man nicht nur: Povey scheint mit karierter Jacke, weißen Schuhen und Strohhut direkt aus den Südstaaten der USA eingeflogen zu sein. Sein Klavier ist praktisch klein und sieht so aus, als könnte er es auf dem Rücken von einer in die nächste Kneipe tragen. In atemberaubendem Tempo fliegen Poveys Finger über die Tasten und ganz nebenbei singt der Ire auch noch.

Simon Farrell spielt den Kontrabass ruhig und beständig. Zusammen mit Shane Atlas am Schlagzeug hält er die Lieder zusammen, die im zentrifugalen Zusammenspiel von Saxofon und Piano unheimlich schnelle Melodien entwickeln. Poveys Piano-Spiel dominiert den Klang über weite Teile der Stücke hinweg, doch immer wieder wird er komplett von Felim Gormleys Saxofon übertönt, das den Gesang vollständig ablöst. Da braucht es den konstanten Rhythmus des Kontrabass, um sich als Zuhörer nicht völlig in diesem Boogie-Woogie-Karussell zu verlieren.

Auf einen einheitlichen Kleidungsstil konnte sich die Band vor dem Auftritt wohl nicht einigen. Von schwarz und schlicht bis schwarz und exzentrisch ist alles dabei. Schlagzeuger Shane Atlas sitzt hinter seinen Kollegen auf der Bühne, trotzdem sticht er hervor mit Zwirbelbart und Zylinder, die ihn wie einen Zauberkünstler wirken lassen. Mit großer Geste gibt er den Stimmungsmacher, wenn er dramatisch sein Tambourin schwingt oder in der Ankündigung des nächsten Liedes über seine Heimat scherzt: „Irland hat ungefähr die Größe dieses Raumes.“

Ob mit Eigenkompositionen wie „Second Lining“ oder der Cover-Version von „Seven Nights to Rock“, ob er das Intro singt oder pfeifft, Povey begeistert seine Zuhörer und lässt im Nörgelbuff die amerikanische Musik des vergangenen Jahrhunderts aufleben.

Von Jorid Engler       

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