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„Nur positive Stimmen“ über das Göttinger-Jazzfestival

Dem Jazz treu geblieben „Nur positive Stimmen“ über das Göttinger-Jazzfestival

Wer nicht draufsteht, gehört nicht dazu – oder so ähnlich. Die Liste liest sich wie ein Who is Who der Musikszene: Herbert Grönemeyer, Elton John, U2, Sting, The Strokes und viele mehr haben schon mit Karsten Jahnkes Konzertdirektion zusammengearbeitet.

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Ein Leben für die Musik: Karsten Jahnke.

Quelle: Haberland

Göttingen. Pro Jahr veranstaltet das Unternehmen bis zu 600 Konzerte. Beim 37. Göttinger Jazzfestival ist nun Jahnke selbst zu Gast.

Im Vorfeld sprach das Tageblatt mit ihm über seine Arbeit, die Künstler sowie über das, was der gelernte Im- und Export-Kaufmann in seinem Leben lernen musste.

1937 kam Jahnke in Hamburg zur Welt. 1959 organisierte er seine erste Jazzveranstaltung – Gewinn elf Mark. Seinen Vater habe er einmal gebeten, ihm 250 Mark zu leihen. „Gott sei dank, hat er das nicht gemacht“, sagt Jahnke. „So habe ich gelernt nie mit geliehenem Geld die Konzerte zu organisieren“.

Bis 1969 plante Jahnke die Veranstaltungen neben seinem Beruf als Kaufmann. Bald aber organisierte er Konzerte von Bands und Musikern wie The Dubliners oder Ken Colyer. 1972 gründete er seine Konzertdirektion. Mit der deutschen Komikerband Insterburg & Co. soll es damals besonders gut gelaufen sein. Von 1967 bis 1977 seien „von 150 Konzerten im Jahr alle restlos ausverkauft“ gewesen, so Jahnke.

„Wenn Jacob auf der Bühne steht, ist es fast wie Magie“

Heute ist sein Unternehmen bei Veranstaltungen wie dem Elb-Jazz-Festival oder dem Reeperbahn-Festival verantwortlich. Auch wenn er viel mit Pop und Rock zu tun hat, organisiert Jahnke weiterhin Jazz-Tourneen. Nicht immer läuft alles gut. „Bei Jazz-Today habe ich einmal 350 000 Euro verloren“, sagt Jahnke.

Jazz habe in der heutigen Zeit eben nicht mehr viel Anteil am Musikmarkt. Umso erstaunlicher, wie der 76-Jährige der Musikrichtung treu bleibt. Auch wenn junge Jazz-Künstler unglaublich viel Aufbauzeiten brauchen, setzt er auf sie. Wie auf Michael Wollny, eines der aufstrebenden Talente der Jazz-Szene.

Mit dem Pianisten Jacob Karlzon und der Sängerin Youn Son Nah hat er auch schon zusammengearbeitet. Beide kommen zum Göttinger Jazzfestival. „Wenn Jacob auf der Bühne steht, ist es fast wie Magie“, meint Jahnke. Über Youn Sun Nah sagt er: „Unvorstellbar, was diese Frau leistet.“ Und das Göttinger Jazzfestival? „Da hört man nur positive Stimmen“, sagt Jahnke.

Jahnke ist am Dienstag, 11. November, um 20 Uhr im Literarischen Zentrum, Düstere Straße 20, zu Gast. Karten gibt es unter anderem – wie auch für das gesamte Jazzfestival (jazzfestival-goettingen.de) – in den Geschäftsstellen des Tageblatts in Göttingen, Jüdenstraße 13c, und Auf der Spiegelbrücke 11 in Duderstadt.

Von Friedrich Schmidt

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