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Ohrbooten stellen ihr Album „Tanz mal drüber nach“ in der Musa vor

Botschaft für Ohren und Füße Ohrbooten stellen ihr Album „Tanz mal drüber nach“ in der Musa vor

„Was für ein schöner Anfang“, singen die Ohrbooten zu Recht. Schon beim dritten Lied ist ihr Publikum nicht mehr zu halten. Die Ohrbooten waren auf ihrer Tour zum gleichnamigen Album „Tanz mal drüber nach“ zu Gast in der Musa. Obwohl die Berliner Band bereits seit 12 Jahren existiert, war sie zum ersten Mal in Göttingen.

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Quelle: Vetter

Göttingen. Die vier Ohrbooten trugen schwarze T-Shirts mit geometrischen Figuren in Neonfarben, passend zum Bühnenhintergrund. Im Schwarzlicht verschwanden die Träger der Shirts und es hüpften nur noch Tetraeder und Quader auf der Bühne herum.

Die Band konnte eine solide Fangemeinde in der Musa versammeln. Der Großteil des Publikums kannte die Liedtexte auswendig, sodass Sänger Ben auf einmal arbeitslos war, als seine Zuhörer die erste Hälfte von „Autobahn“ ohne sein Zutun sangen. Beim Lied „Alles für alle“ unterbrach Ben sich, um auf die Flüchtlingsproblematik hinzuweisen: „Das geht uns alle etwas an und ich hoffe, ihr beschäftigt euch irgendwie damit. Und wenn ihr nur ein paar warme Klamotten spendet.“

Das Reggae-Quartett bezeichnet seinen Musikstil mit Einflüssen aus Ragga, Alternative, Hip Hop und Jazz gerne als „Gyp Hop“. Die Ohrbooten, deren Songtexte im Berliner Dialekt geschrieben sind, holten sich musikalische Unterstützung von ihrem Techniker Benny, der Klarinette spielte, und David, dem Sänger und Geiger der Vorband Tanga Elektra.

Die Songs oder Botschaften der vier Berliner sprachen abwechselnd Gehirn, Ohren und Füße an. Einige Lieder wie „Hallo Ich“ bestachen durch humorvolle und stilistisch ansprechende Texte. Der Refrain von „Digi – Tal, Digi, Digi – Tal“ war sprachlich vielleicht auf nicht so hohem Niveau, doch musikalisch wurden die Ohren der Zuhörer nicht im Stich gelassen. Lieder wie „Tanz mal drüber nach“ und „Bewegung“ waren eindeutige Aufforderungen an die Füße. Zum Abschluss des Konzerts beeindruckte Sänger Ben mit einem Freestyle Rap.

Von Jorid Engler

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