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Olaf Schubert über die Qualitäten von Göttingen und das Wort „So“

„So gut wie nichts“ Olaf Schubert über die Qualitäten von Göttingen und das Wort „So“

Der Comedian Olaf Schubert tourt derzeit mit seinem aktuellen Programm durch Deutschland. Am Donnerstag, 11. Juni, gastiert er „mit Freunden“ in der Göttinger Stadthalle, Albaniplatz 2. Beim Telefongespräch vorab erzählt er von der gastronomischen Szene in Göttingen, die Bedeutung des Wortes „So“, denn so hat er sein Programm genannt, und Preise, die in seiner Sammlung noch fehlen.

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Comedian in Arbeitskleidung: Olaf Schubert mit seinem geliebten Pullunder.

Quelle: Uhlherr

Göttingen. Als das Telefon zum verabredeten Zeitpunkt klingelt, steht Olaf Schubert an der Rezeption eines Hotels. „Ich checke gerade aus“, erklärt der Comedian. Er will in 30 Minuten zurückrufen. Tut er dann auch. „Jetzt sitze ich in einem Auto und fahre durch Mannheim“, sagt er. Da kann man sich wenigstens nicht verfahren, denn die Straßen sind nach Schachbrettmuster angelegt. Schubert kichert. „Das ist wie in New York hier. Nur schöner.“ Aha. Und was weiß er von Göttingen, immerhin ist er hier schon zweimal aufgetreten. „So gut wie nichts“, bekennt Schubert. Doch dann ein Geistesblitz. Erinnerungen an die „sehr lebendige gastronomische Szene“ keimen auf. Nach dem Auftritt seien sie noch unterwegs gewesen. Ob er damals angesprochen worden sei? „Ja“, sagt Schubert schnell, „auf mein vorzügliches Benehmen und meine angenehme Ausstrahlung“.

„So!“ heißt das Programm, mit dem Schubert unterwegs ist – „ein multiples Wort mit hermeneutisch mannigfaltigen Interpretationsmöglichkeiten“, erklärt der Spaßmacher, „das mehrdeutigste deutsche Wort“. Mehr noch: „Es sind die schubertschen Initialen, nur spiegelverkehrt.“

Auch die Frage nach dem, was Besucher von seinem Programm erwarten können, bereitet ihm kaum Kopfzerbrechen. „Viel würde ich nicht erwarten“, sagt er und erklärt: „Wenn die Erwartungen ganz niedrig sind, dann kann ich sie ganz leicht übertreffen.“

Aber sonst transportiere er mit seinen Programmen doch auch zumindest einige kritische Inhalte. Auch diesmal? „Ich werde schwerste sozialkritische Anschuldigungen vornehmen“, tönt Schubert tatkräftig. „Ich werde den ganzen Sozialstaat Deutschland infrage stellen, die breite Kluft anprangern „zwischen Arm und Reich, Alt und Jung, Dick und Dünn, Schön und Hässlich“.

Diverse Auszeichnungen wie dem Salzburger Stier und den deutschen Comedy-Preis hat er schon erhalten. Welcher fehlt ihm noch in seiner Sammlung? „Der Benzinpreis. Besser noch: der Erdöl-Preis.“ In Dresden lebt er und kann ein Loblied auf die Stadt singen. „Die ist gar nicht so schlimm wie alle sagen. Frauenkirche, Semper-Oper, die Elbe – trotzdem gibt es noch richtig schöne Ecken in der Stadt.“

Mit „seinen Freunden“ ist Schubert auf Tour, verheißen die Plakate. Gemeint sind damit die Musiker Jochen M. Barkas und Herr Stephan. Sie begleiten Schubert schon lange. „Als Freunde haben wir begonnen, mittlerweile sind wir Kollegen. Die Entwicklung wird weitergehen. Bald werden wir ehemalige Kollegen sein.“ Viele Dank für dieses aufschlussreiche Gespräch.

 

Gewinnspiel
Göttingen. Olaf Schubert und seine Freunde gastieren mit ihrem Programm „So!“ am Donnerstag, 11. Juni, um 20 Uhr in der Stadthalle Göttingen, Albaniplatz 2. Fünf Tageblatt-Leser mit Begleitung können kostenlos dabei sein, denn wir verlosen fünf mal zwei Eintrittskarten für den Abend mit dem Comedian. Wer gewinnen will, kann am Mittwoch, 3. Juni, zwischen 10 und 15 Uhr unter Telefon 0137/ 9796448 anrufen und deutlich seinen Namen, seine Adresse und Telefonnummer aufs Band sprechen. Gehen mehr als fünf Anrufe ein, entscheidet das Los. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wir behalten uns vor, die Namen der Gewinner zu veröffentlichen. Ihre Tickets liegen an der Abendkasse bereit. Eintrittskarten können bei den Tageblatt-Geschäftsstellen, Jüdenstraße 13c in Göttingen und Auf der Spiegelbrücke 11 in Duderstadt, erworben werden.   pek
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