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Olli Dittrichs "erhebender Abend"

Elchpreisträger im Gespräch Olli Dittrichs "erhebender Abend"

Seit  1997 vergibt die Stadt Göttingen den Satirepreis „Göttinger Elch“. 19 Künstler gehören inzwischen zum Elchrudel. In Tageblatt-Interviews sprechen die noch lebenden Preisträger über ihre Erinnerungen, über Zukunft und Elchrahmsuppe  Heute: Olli Dittrich.

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Der Komödiant Olli Dittrich (Mitte), Träger des Satirepreises „Göttinger Elch“ des Jahres 2010.

Quelle: Archiv

Göttingen. Haben Sie noch eine besondere Erinnerung an den Tag, als Ihnen der Elch-Preis verliehen wurde?

Selbstverständlich! Das war ein sehr erhebender Abend, den ich bestens in Erinnerung habe. Vor allem die Laudatio von Oliver Schmitt, der von mir eigentlich nicht sonderlich viel hält – das hatte schon was. Und natürlich, dass ich im zweiten Teil des Abends Werke des großen, bis heute unerreichten Meisters Heino Jaeger vortragen durfte. Das war wirklich wunderbar.

An welchem Projekt arbeiten Sie gerade?

Für meine ARD-Reihe Persiflagen auf TV-Genres entwickeln wir gerade den sechsten Teil. Nach „Frühstücksfernsehen“ und „TalkGespräch“, den Mockumentaries „Schorsch Aigner – der Mann, der Franz Beckenbauer war“, dem „FIFA-Märchen“ und der fingierten Live-Reportage „Der Sandro-Report“ gibt es nun verschiedene Richtungen, in die wir denken und erste Ideen sammeln.

Kulturjournal, Promi-/Boulevard-Magazin, Krimi, Quiz – oder etwas ganz anderes, mal schauen. Wir sind in der Brainstorming-Phase.

Kommen Sie zur Verleihung des Elch-Preises 2017?

Das kann ich leider nicht versprechen.

Was haben Sie mit den 99 Dosen Elchrahmsuppe gemacht? Gibt es noch Restbestände?

Den allergrößten Teil habe ich selbstverständlich einer Tafel gespendet. Eine Dose ziert das Trophäenregal.

Wen würden Sie gerne noch in das Rudel der Elch-Preisträger aufnehmen?

Ricky Gervais, Harald Schmidt, Rattelschneck.

Über den Satire-Preis:

Der Göttinger Elch ist Deutschlands einziger Satire-Preis. Künstler, Kabarettisten, Schriftsteller und Schauspieler erhalten ihn für ihr Lebenswerk. Er ist dotiert mit 3333,33 Euro und einer silbernen Elch-Brosche. Bis 2015 gehörten auch 99 Dosen Elchrahmsuppe dazu. 1997 wurde er erstmals verliehen. Bisher haben den Göttinger Elch erhalten:

1997: Chlodwig Poth (1930-2004)

1999: Robert Gernhardt (1937-2006)

2000: Gerhard Polt

2001: Harry Rowohlt (1945-2015)

2002: Marie Marcks (1922-2014)

2003: F. W. Bernstein

2004: Emil Steinberger

2005: Otto Waalkes

2006: Hans Traxler

2007: Ernst Kahl

2008: Biermösl Blosn

2009: Helge Schneider

2010: Olli Dittrich

2011: Josef Hader

2012: Franziska Becker

2013: Michael Sowa

2014: Georg Schramm

2015: Rudi Hurzlmeier

2016: Max Goldt

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