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Guter Musikmix auf der Stadtwaldbühne

Open Air-Festival im KWP Guter Musikmix auf der Stadtwaldbühne

Auf der großen Bühne im Göttinger Stadtwald wieder vier Bands erwartet - und bis zu 2000 Gäste. Zum Auftakt des Open Air-Festivals im Kaiser-Wilhelm-Park (KWP) am Freitag kamen nach Veranstalterangaben 1500 Besucher. Das Festival bildet in diesem Jahr den Abschluss des Göttinger Kultursommer, der vom Fachdienst Kultur der Stadt Göttingen veranstaltet wird.

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Musik vom Hofe der Alhambra

Namika beim Open Air-Festival im Kaiser-Wilhelm-Park.

Quelle: Linnhoff

Göttingen. Herrliches Sommerwetter und volle Busse auf dem Weg zum jährlichen Festival im Kaiser Wilhelm Park sind beste Voraussetzungen für einen stimmungsvollen ersten Abend auf dem idyllischen Freilichtgelände im Göttinger Wald. Auffällig viele Kinder in Begleitung ihrer Eltern tummeln sich auf dem Festivalgelände.

Namika hat wohl mit ihren eingängigen Songs auch den Weg in unzählige Kinderzimmer gefunden. Aber diese jungen Besucher müssen sich noch gedulden, bis sie ihren Star auf der Bühne begrüßen dürfen.

Frauenpower im Stadtwald

Vorweg gibt es zur Eröffnung des Abend pure Frauenpower mit den Local Heroes Siegerinnen Luzy & Miry alias MarykicksMary. „Girls united“ heißt passend einer ihrer Songs, in dem sich Ehefrau und Geliebte desselben Mannes zusammentun. Zweistimmiger Gesang zur Gitarre (Luzy) und Schlagzeug (Miry) mit selbstkomponierten Songs im Spannungsfeld von Folk, Pop und Rock im Singer-Songwriter Gewand prägen ihre Musik. Zwischendurch tauschen sie einfach mal die Instrumente. Am 26. August fahren sie zum niedersächsischen Semifinale nach Hannover. Fans können sie dahin in einem gemieteten Bus begleiten. Infos dazu gibt es unter Facebook und MarykicksMary.

Nach kurzer Umbaupause präsentiert im Anschluss das Boat People Song Project einen abwechslungsreichen Mix an Songs aus ihrem Musiktheater-Projekt „Flutlicht“. Unter der Leitung von Hans Kaul singen junge Künstler sehr eindrucksvoll Lieder aus ihren eigenen Kulturen in Kurdisch, Somalisch, Syrisch oder Eritreisch. Dabei werden sie von einer Band mit bekannten Göttinger Musikern begleitet. Im Publikum bilden sich kleine schunkelnde Gruppenchoreografien. Der Auftritt endet mit einem stimmungsvollen Finale der tanzenden Sänger gemeinsam mit jungen Besuchern.

Klänge aus dem Orient

Fette Beats erklingen aus den Boxen und „Hellwach“ präsentiert sich Namika schon im zweiten Stück. Namika bedeutet übersetzt „Die Schreiberin“. Die Frankfurter Rapperin mit marokkanischen Wurzeln schreibt wortgewandte, melodische, deutschsprachige Pop-Songs mit Ohrwurm-Hooks, Seele und Tiefgang. Ihren Sprechgesang lässt sie dazu mit wohliger Stimme erklingen. Hip Hop Beats treffen auf orientalische Klänge, wie im Titelstück ihres Albums „Nador“, dem Heimatort ihrer Großeltern.

Darin schildert sie beim Schlendern durch die marokkanische Küstenstadt ihre Eindrücke auf der Suche nach ihrer Identität und ihren dortigen Wurzeln. Vier Stücke präsentiert sie in einem Akustikset und lässt stimmungsvoll eine „Coole Katze“ durch die Straßen einer Stadt schleichen oder bekommt „Herzrasen“ im Reggea Rhythmus.

Dazu versammeln sich ihre Musiker in einer Reihe im vorderen Teil der Bühne. Ihren Hit „Lieblingsmensch“, eine Liebeserklärung an einen Menschen, auf den man sich immer verlassen kann, bewahrt sie sich unter großem Jubel für ganz zum Schluss auf, um dann in den Zugaben mit dem völlig euphorisierten Publikum noch mal richtig abzufeiern.

Die wilde Meute

Was für ein treffender Bandname! Die elfköpfige Hamburger Band Meute ist eine wilde Truppe aus Bläsern und Perkussionisten, eine Marching Band, die  Techno und Deep House mit akustischen Instrumenten aus den Clubs auf die Bühne holt. Tuba, Trompeten, Saxophone, Drums und Marimbaphon werden zu einer genialen groovigen akustischen Performance aus Club- und Blasmusik mit einer Prise Funk. Tuba und Trommel bilden den dumpfen monotonen Technorhythmus.

Darüber legen sich immer wieder messerscharfe Bläsersätze und fließende Marimbaklänge. Einen ihrer letzten Akkorde widmen sie als Dank der freiwilligen Feuerwehr Geismar, die sie den ganzen Tag überall hin und unter anderem ins Schwimmbad gefahren hätte. Ein fulminantes Tanzvergnügen und ein würdiger Abschluss des ersten Festivalabends.

Näheres zum weiteren Programm finden Sie hier

Von Jörg Linnhoff

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