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Kinogenuss unter freiem Himmel

Open-Air-Kino im Freibad Brauweg Kinogenuss unter freiem Himmel

Im Freibad Brauweg können Kino-Liebhaber ihren Badetag an den Wochenenden vom Freitag, 23. Juni, bis Sonnabend, 2. September, mit einem Film ausklingen lassen. Das Lumière präsentiert in diesem Jahr das 12. Open-Air-Kino.

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Open-Air-Kino im Freibad am Brauweg im Jahr 2016: In diesem Jahr beginnt die Veranstaltungsreihe am Freitag, 23. Juni, mit "Welcome to Norway". 

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Bis der Arthouse-Klassiker, der Oscar-Gewinner oder der Kultfilm bei Einbruch der Dämmerung beginnen, können die Gäste des Freibads noch schwimmen, rutschen und plantschen. Auf mitgebrachten Decken können sie es sich dann bequem machen. „Es ist eine sehr entspannte Atmosphäre, alle haben Spaß. Die Besucher, aber auch die Filmvorführer, freuen sich jedes Jahr wieder“, erzählt Wilfried Arnold, Inhaber des Lumière. Er legt Wert darauf, dass das Open-Air-Kino nicht mit rein kommerziellen Veranstaltungen zu vergleichen ist: „Es gibt keine strengen Taschenkontrollen, jeder kann mitbringen, was er möchte. So entsteht eine Picknick-Atmosphäre.“

Nur falsche Kleidung

Arnold sieht eine positive Entwicklung in der Ausgeh-Kultur der Göttinger Bürger im Sommer. Die Filmvorstellungen seien nur begrenzt abhängig vom Wetter. Auch bei kälterer Luft und Nieselregen werden die Kinohits gezeigt. Arnold zeigt sich betont optimistisch, indem er sagt: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung.“ In den vergangenen Jahren haben sie oft Glück gehabt. Die vorgeführten Filme zogen bei Wind und Wetter einige Göttinger an, zu den Freiluft-Vorstellungen 2016 kamen insgesamt 5500 Besucher in den Brauweg.

Das Spektrum an Filmen ist breit: 27 verschiedene zeigt das Lumière. Die Programmgruppe des kommunalen Kinos ist für die Zusammensetzung des Programms verantwortlich und hat sowohl ältere Lieblingsfilme, als auch aktuelle Kassenschlager ausgewählt. Den Beginn macht am Freitag, 23. Juni, um 22 Uhr „Welcome to Norway“. Auf humorvolle Weise wird sich hier mit den Schwierigkeiten auseinandergesetzt, die die Leitung einer Flüchtlingsunterkunft mit sich bringen kann. Auch Oscar-Preisträger wie am Sonntag, 23. Juli, „Moonlight“, eine einfühlsame Geschichte über das Erwachsenwerden eines farbigen homosexuellen Jungen, flimmern über die Leinwand. Arnold erklärt: „Wir wollten ein abwechslungsreiches Programm, um ein breites Publikum anzusprechen, nicht nur Cineasten.“

Weniger locker, aber sehenswert

Er selbst freut sich auf „Tschick“ am Sonnabend, 24. Juni, um 22 Uhr. Der „super Film“ von Regisseur Fatih Akin basiert auf dem gleichnamigen Roman von Wolfgang Herrndorf und erzählt von einem Roadtrip zweier Minderjähriger mit einem geklauten Lada durch die ostdeutsche Provinz. Vor allem in der Freibad-Umgebung kann Arnold sich eine „tolle Atmosphäre“ des Films vorstellen. „Die andere Seite der Hoffnung“ am Freitag, 30. Juni, ist eine finnische Komödie über die Flüchtlingskrise und damit ein sehr aktueller Film. Nicht so locker wie beispielsweise „Tschick“ findet Atnold, aber dennoch sehenswert. Ebenso wie „Tanna – Eine verbotene Liebe“ am Freitag, 7. Juli. Hier wird gewissermaßen die klassische Romeo und Julia-Geschichte auf die einsame Insel Tanna im Südpazifik versetzt.

Die Kinotickets kosten inklusive Freibadeintritt 7 bis 8 Euro, ermäßigt 5 Euro. Einlass ist donnerstags und freitags um 20 Uhr, sonnabends um 19.30 Uhr. Das gesamte Programmheft gibt es unter www.lumiere.de

Von Natascha Holstein

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