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Orchester Göttinger Musikfreunde in St. Paulus

Dramatisch und emotionsgeladen Orchester Göttinger Musikfreunde in St. Paulus

In St. Petersburg haben sie das 50-minütige Werk bereits aufgeführt. Nun brachte das Orchester Göttinger Musikfreunde Alexander Skrjabins Sinfonie Nr. 1 E-Dur op. 26 in der Göttinger Kirche St. Paulus zu Gehör. Für den A-cappella-Teil im sechsten Satz gewannen sie die Göttinger Stadtkantorei.

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Dirigent Johannes Moesus und sein Orchester überzeugten auch bei schwierigen Passagen.

Quelle: r

Göttingen. Es ist ein progressives Werk an der Grenze zwischen Spätromantik und Moderne. Das Orchester unter Leitung von Johannes Moesus hat sich den komplexen Tonsatz des farbenreichen, emotionsgeladenen und dramatischen Stücks 2015 erarbeitet. Damals jährte sich der Todestag des Pianisten und Komponisten zum 100. Mal. In St.-Petersburg traten die Musiker mit zwei russischen Chören auf.

Kraftraubend trotz Freiraum

Die kurzen, und so gesehen undankbaren Solopartien übernahmen beim Konzert in St. Paulus die Göttinger Mezzosopranistin und Gesanglehrerin Uta Grunewald und Tenor Jens Krekeler. Skrjabin schuf den Solisten Fenster, ließ die lauten Bläser zeitweise schweigen. Trotzdem verlangte es den Sängern Kraft ab, sich stimmlich gegen das große Orchester durchzusetzen.

Die Sinfonie gab es erst nach der Pause zu hören. Für den ersten Teil wählte Moesus mit seinem Ensemble das impressionistische Stück „Der verzauberte See“ von Anatoli Ljadow aus, der die Uraufführung von Skrjabins Sinfonie dirigiert hatte. Von Alexander Borodin spielte das Orchester die Ouvertüre zur Oper „Fürst Igor“, die die verschiedenen, teilweise dramatischen Themen präsentiert. Beeindruckend war das große Hornsolo mit Endre Toth.

Eindrucksvoll und präzise

Die Göttinger Stadtkantorei sang unter Leitung von Bernd Eberhardt Johannes Brahms Fest- und Gedenksprüche op. 109 für achtstimmigen Chor. Mit den drei Stücken waren sie bereits bei der Göttinger Nacht der Kulturen zu hören gewesen. Eindrucksvoll, wie die vielen Sänger den Rhythmus hielten und auch bei lyrischen Passagen – nach lauten, kräftezehrenden Stellen – noch sauber intonierten.

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