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Orgelfreuden rings um Händel

Konzert Orgelfreuden rings um Händel

Sie tönt mit tausend Stimmen und hat einen unerschöpflichen Atem: Kein Instrument empfiehlt sich für die Darstellung von himmlischem Glanz und Gloria nachdrücklicher als die Orgel. Die britische Organistin Catherine Ennis zog am Pfingstmontag an der Paul-Ott-Orgel in der Jacobikirche alle Register, um die glanzvolle Musik Georg Friedrich Händels und seiner Nachfolger erstehen zu lassen.

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Glanz und Gloria: Catherine Ennis an der Ott-Orgel in St. Jacobi.

Quelle: Heller

Mit der Ouvertüre aus Händels Oper „Il Pastor Fido“ eröffnete Ennis ihr Konzert: Es erklang eine Bearbeitung für Orgel von John Marsh, wie ja alle Händel-Stücke an diesem Abend Bearbeitungen waren. Denn der Sachse selbst hat für Orgel solo kaum etwas geschrieben. Sein Einfluss besonders auf die englische Orgelmusik war dennoch groß. Etliche Komponisten ließen sich von seinen Werken zu eigenen Orgelstücken inspirieren. Wie etwa Charles Wesley, dessen vielgestaltiges Concerto g-Moll Ennis abwechslungsreich und unter Einbeziehung des Flötenregisters darbot.

Das Programm war dramaturgisch klug aufgebaut. Hielt die Britin in den ersten Stücken den Klang gedeckt, so ließ sie mit dem Chorsatz „For unto us a child is born“ aus Händels „Messias“ die Orgel in vollem Glanz erbrausen und die Chöre jubilieren. 

Virtuoser Glanzpunkt

„The arrival of the Queen of Sheba“ aus dem Oratorium „Solomon“ war ein weiterer virtuoser Glanzpunkt. Ihm stellte die Organistin die leise und behutsam registrierte „Aria“ aus dem Concerto grosso HWV 319 als Kontrast an die Seite. 

Nach so viel Händel klang das Konzert mit einer Komposition von Percy Granger aus, der seine Verehrung für den „lieben Sachsen“ in seinem Stück „Händel in the Strand“ lange nach dessen Tod ausdrückte. Auch dieses fröhliche, unterhaltsame Werk bot Ennis klangschön und in plastischer Registrierung dar. Die recht zahlreich erschienenen Zuhörer dankten ihr mit lang anhaltendem Applaus.

Von Matthias Körber

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