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Pariser Les Yeux d'la Tête in der Musa

Mitreißende Show Pariser Les Yeux d'la Tête in der Musa

„Liberté  Chérie" heißt das brandaktuelle Album des Pariser Sextetts Les Yeux d'la Tête. Und diese Freiheit nehmen sie sich auch in ihrer Musik mit einer wilden Mischung aus Swing, Chanson, Folk und Rock. Dabei nahmen sie das Publikum in der Musa mit auf eine besondere musikalische Reise.

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Die Pariser Les Yeux d'la Tête in der Musa.

Quelle: Alciro Theodoro da Silva

Göttingen. Sinti-Swing, französischer Chanson, poetischer Punk oder Jazz, die 2006 von den Gitarristen und Sängern Benoît Savard et Guillaume Jousselin in Paris gegründete Band bedient sich vieler Einflüsse. Wichtig sind den Musikern ihre humorvollen, poetischen Texte. Diese würden sich um anstehende Ereignisse und Alltagsbeobachtungen drehen oder, wie sie in einem Interview mit dem Göttinger Stadtradio erzählt haben, vom Leben an sich, der Welt, den Frauen oder der Liebe handeln. Aber auch die Politik bekomme Raum auf dem neuen Album, das in der Zeit der Anschläge von Paris in Paris entstanden sei.

Durchweg tanzbar

Schnell wird klar, warum so viele Besucher den Weg in die Musa gefunden haben. Schier platzend vor Energie und Spielfreunde schaffen die sechs sympathischen Musiker aus der Seine-Metropole vom Start weg mit „Entre chez moi“ eine mitreißende Atmosphäre.  Sehr melodisch ist ihre Musik und durchweg tanzbar. Das Publikum wiegt sich im Rhythmus und geht auf in den Choreographien, die die Band immer wieder vorgibt. Viele Nummern regen schlicht zum Mitklatschen an, angetrieben von Antoine Alliese am Akkordeon, Eddy Lopez an den Saxophonen. Emilien Pottier am E- und Kontrabass und Xavier Hamon am Schlagzeug.

Von Afrika bis Osteuropa

„Paris en vélo“, mit dem Rad durch Paris, dort beginnt die musikalische Reise. Wie ein TGV rasen die Musiker durch unterschiedliche Länder und Kulturen. Von Paris geht es mit entsprechend perkussiven Klängen nach Mexiko. Afrikanische Rhythmen, von allen sechs Musikern erzeugt, enden in einer wahren Perkussionsorgie. Von Afrika geht es mit Gypsy-Swing weiter nach Osteuropa. In „Kezta“ wird es orientalisch. Zurück in Paris huldigen Savard und Jousselin nur im Duett dem französischen Chanson. Dabei stimmen sie kurz auch Barbaras Göttingen Lied an.

Die Zugaben beginnen erneut mit einer etwas aufwendigeren Choreographie. „I don´t speak Englisch“ wartet mit stampfenden Disco-Rhythmen auf und Savard streut bekannte Gitarrenriffs und Refrains aus der Rockhistorie ein. Der Saal kocht. Zum Ende spielt die Band ein letztes akustisches Stück inmitten der auf dem Boden sitzenden Besucher und schafft so eine Art Lagerfeueratmosphäre.

Das durchweg euphorisierte Publikum hat nonstop eine zweieinhalbstündige, lebendig ausgelassene Show und berauschende Tanzparty erlebt.

Von Jörg Linnhoff

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