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Pfingstkonzert auf dem Rittergut Besenhausen

Friedland Pfingstkonzert auf dem Rittergut Besenhausen

Schöne Musik und malerische Kulisse – das ließen sich die zahlreichen Besucher des 14. Pfingstkonzerts auf dem Rittergut Besenhausen bei Friedland nicht entgehen. Das Confluentes Ensemble konzertierte mit Werken von Franz Danzi, György Ligeti, Jacques Ibert und Paul Hindemith.

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Das Confluentes Ensemble spielt beim 14. Pfingstkonzert, organisiert vom Kulturring Gemeinde Friedland auf dem Rittergut Besenhausen.

Quelle: PH

Friedland. Bei Schafskälte im ehemaligen Schafstall des Ritterguts Besenhausen, ließen viele der Zuhörer ihre Mäntel an. Das Ambiente war trotzdem gediegen, in dem schönen Anwesen, das mit großer Fliederblütenpracht aufwartete. Erstaunlich viele Besucherhände reckten sich in die Höhe, auf die Frage hin, wer denn schon bei den vergangenen 13 Pfingstkonzerten dabei war.
Patricia Ruiz (Flöte), Lourdes Higes (Oboe), Héctor Garcia (Horn), Jacopo Cristiani (Fagott) und Miguel Dopazo (Klarinette) beginnen mit dem Bläserquintett B-Dur, op. 56,1. Es folgt György Ligetis „Sechs Bagatellen“ von 1953. Die sechs Sätze kontrastieren in Tempo und Charakter. Das „Allegro con spirito“ ist ein schneller, hektischer Einstieg. Flöte und Oboe klingen schrill und getrieben. Ein unruhiger Satz, trotz der beschwichtigenden Tonlage des Horns. Zum Ende des Satzes schweigen die Instrumente einen langen Moment, dann entlockt Garcia seinem Horn noch einen dumpfen Ton. Es klingt wie die verspätete Pointe eines Witzes – die Zuhörer lachen.
Der Komponist Paul Hindemith schrieb die „Kleine Kammermusik, op. 24,2“. Seine Kammermusik ist „die Zerstörung der spätromantischen Ausdrucksmusik“, erklärt Cristiani dem Publikum. Der erste Satz ist ein Marsch. „Dazu muss man wissen, Hindemith war ein Fan von Zügen“, sagt Cristiani und ahmt den Marsch-Rhythmus nach, der tatsächlich wie das Tuckern einer Dampflok klingt.
Mit zwei Zugaben lässt das Ensemble den Abend ausklingen. Die verlangte das Publikum, aber auch das Ensemble selbst schien noch Lust auf mehr Musik zu haben. 

Von Jorid Engler

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