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Phrasenmäher und das Duo Byebye in der Göttinger Musa

Geht ins Ohr, bleibt im Kopf Phrasenmäher und das Duo Byebye in der Göttinger Musa

Ein Abend mit fröhlicher Musik: Phrasenmäher aus Hamburg und die Leipziger Band Byebye haben das Publikum in der Musa am Donnerstagabend zum Tanzen gebracht. Und einige Konzertbesucher singen noch leise vor sich hin, als sie das soziokulturelle Zentrum verlassen. „Ich hab’ keine Mütze mit Hochklappdings an der Seite“, klingt es aus verschiedenen Richtungen. Mit ihren flotten Rhythmen und peppigen Texten hat Phrasenmäher die Besucher überzeugt.

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Tanzbare Rhythmen, humorvolle Texte: die drei Musiker der Band Phrasenmäher.

Quelle: Vetter

Göttingen. Doch nicht nur Phrasenmäher hat dem Publikum Freude bereitet. Lachen macht bekannterweise sympathisch – und so witzelte sich bereits die Vorband Byebye in die Herzen des Publikums. Die Leipziger Oliver Haas und Tim Ludwig benötigen nur ihre Gitarren und ihre Stimmen, um für das fröhliche Klangbild zu sorgen. In ihren Texten begegnen sie Problemen des Alltags mit Humor. Da heißt es zum Beispiel: „Gemeinsame Träume haben wir keine, denn du hast eine Meinung – nur leider nicht meine“. Die Band erntet mitleidige „Ooohs“, als sie erzählt: „Wir sind eigentlich immer nur Vorband …“ Die Begeisterung der Göttinger zeigt: Dass das Duo eher unbekannt ist, ist erstaunlich.

Der Gute-Laune-Stil der Vorband setzt sich auch bei Phrasenmäher fort. Die Hamburger Jannis Kaffka, Lenne Kaffka und Martin Renner eröffnen ihren Auftritt mit dem Lied „Tanz noch Mal“ – und das Publikum folgt zum „Schubidu“-Gesang der Aufforderung.

Der tanzbare Rhythmus zieht sich durch alle Lieder des Abends, und doch weisen die Stücke ganz unterschiedliche Stilrichtungen auf. Die Sänger haben Songs mit Pop-, Rock-, Elektro- und Ska-Einflüssen im Repertoire. Auch a cappella zeigen die drei Musiker, was sie können. Phrasenmäher ist der Spaß anzumerken, während die Musiker improvisieren und auf Impulse aus dem Publikum eingehen. Ihre Texte sind manchmal gesellschaftskritisch,  an anderen Stellen einfach nur witzig.

Das Thema „Liebe“ bleibt nicht aus – ein klassisches, ruhiges Liebeslied aber fehlt an diesem Abend. Da heißt es vielmehr: „Nie, nie wieder Liebe“. In „Hardcore sanft“ folgt ein Hard-Rock-Einschub. Liebe, das ist für Phrasenmäher ein eher ironisch zu betrachtendes Thema. So gehen sie auch mit Facebook um, das den Titel ihrer Tour „Overfucked and Underschmused“ zensierte. Allzu ernst scheint Phrasenmäher eh kaum etwas zu nehmen. Die gute Laune, der Spaß – das steht für die Hamburger offenbar an erster Stelle. Das Publikum nimmt das musikalische Angebot lachend und tanzend auf.

Von Theresa Hellwig

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