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Preis für die Göre und den Bariton

DT-Nachwuchspreis Preis für die Göre und den Bariton

Sie spielt die coolen, vor Energie berstenden Gören. Seine Bariton-Stimme lässt Zuhörerinnen dahin schmelzen. Felicitas Madl und Moritz Schulze erhielten am Sonntag den Preis, mit dem der Förderverein des Deutschen Theaters Göttingen jedes Jahr die besten Nachwuchsschauspieler auszeichnet.

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Der Förderverein des Deutschen Theaters ehrte Felicitas Madl und Moritz Schulze.

Quelle: PH

Göttingen. Sie dürfen nicht älter als 35 Jahre sein. Ihr erstes festes Engagement sollen sie in Göttingen haben. Das Publikum muss sie mindestens noch ein Jahr auf der Bühne des Deutschen Theaters erleben können, nannte Harald Noack, der Vereinsvorsitzende, die Teilnahmekritierien. Vier Schauspieler erfüllten sie 2016.

Zwei von ihnen wählte die Jury unter Werner Tönsmann aus. Jury-Mitglied Tina Fibinger, die als Mitarbeiterin des Stadtradios so gut wie jedes Stück im Deutschen Theater sieht, lobte in ihrer Laudatio Madls „Radikalität“, mit der sie Teenager-Emotionen auf die Bühne bringe. Sie pries Schulzes „jugendlichen Charme“. In der Frank-Sinatra-Hommage „Frankie Boy“ zeige er, dass er auch skrupellose und gnadenlos berechnende Menschen mimen könne.

Bardo Böhlefeld, der Preisträger des vergangenen Jahrs, näherte sich in einem Poetry Slam den Preisträgern, während Schauspielkollege Gerd Zinck die beiden malte. Neidisch sei er auf Schulze, bekannte er. Bewunderung zolle er Madl. Sie habe an der Ballettschule der Wiener Staatsoper eine klassische Ausbildung zur Tänzerin absolviert, bevor sie gemeinsam mit ihm die Universität der Künste Berlin besuchte. Zum Abschluss sprach er in eigener Sache. Schauspieler wollten nicht nur unterhalten, sondern gesellschaftliche Diskussionen mitgestalten. Er regte Gespräche zwischen Schauspielern und Publikum an.

Das gefiel Intendant Erich Sidler. Er machte auf das, wegen vieler Inszenierungen hohe Arbeitspensum in Göttingen aufmerksam. Die Regisseure forderten die Schauspieler. Die Konkurrenz untereinander sei hoch. Nicht alle Schauspielschulabsolventen seien in der Lage, mit dem Druck klarzukommen.

Kollegen sorgten für ein Rahmenprogramm mit Gesang, Witzen und einem Sonett von William Shakespeare.

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Von Redakteur Michael Schäfer

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