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Premiere: „Männervernichtungsmaßnahmen“

Deutsches Theater: „Mit viel Herzblut“ Premiere: „Männervernichtungsmaßnahmen“

Erst hat sie auf Andy Warhol geschossen und den Künstler mit Weltruf schwer verletzt, dann ein radikalfeministisches Manifest geschrieben: Valerie Solanas, Randfigur in Warhols Factory, seiner Kunst- und Partyfabrik, später dann therapiert und schließlich heruntergekommen in den Straßen New Yorks. Regisseurin Sabrina Glas hat auf Grundlage des Manifestes und der Vita Solanas’ mit jungen Schauspielern aus dem Ensemble des Deutschen Theaters (DT) Göttingen ein rund einstündiges Stück entwickelt, das am Sonntag, 15. März, Premiere im DT-Keller hat.

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Viel Arbeit bis zur Premiere am Sonntag: Regisseurin Sabrina Glas.

Quelle: Vetter

Solanas vertrat eine extreme feministische Position: Alle Männer sollten vernichtet werden, erst dann sei die Welt befriedet. Den Kapitalismus und die Gesellschaft habe sie gleich mit ausradieren wollen, sagt Glas. „Am Anfang haben wir uns sehr darüber geärgert“, erklärt die Regisseurin, dann aber „die Idee entwickelt, das Manifest als literarische Form zu begreifen“. 

Anna Rot, Sarah Hostettler und Dominik Bliefert, alle wie auch Glas in den 1980er Jahren geboren, spielen jetzt eine Figur, die der Radikalfeministin Solanas. Und Glas unterstreicht: „Wir alle tragen die Produktion mit viel Herzblut.“ pek

„Männervernichtungsmaßnahmen“ hat am Sonntag, 15. März, um 20 Uhr Premiere im Keller des Deutschen Theaters, Theaterplatz 11. Karten gibt es unter Telefon: 0551/ 496911.

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Jahrelang war er unterwegs, erlebte unglaubliche Abenteuer, besiegte einäugige Riesen, hielt dem betörenden Gesang der Sirenen stand, ließ sich allerdings auch von einer Zauberin bezirzen. Die Rede ist von Odysseus, dem Helden von Homers Versepos in 24 Gesängen, an dem sich Schüler altsprachlicher Gymnasien die Zähne ausbeißen, weil Homers Griechisch zum einen Dialekt, zum anderen sehr alt ist.a All diese Schwierigkeiten sind aber wie weggeblasen, wenn Jörg Rohde von den Irrfahrten erzählt – und kurzweiliger als das Original allemal, weil Rohde mit 60 Minuten Spielzeit auskommt.

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