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Premiere des Kinderstücks am Jungen Theater Göttingen

„Der kleine König“ Premiere des Kinderstücks am Jungen Theater Göttingen

Seit einem Jahr tritt der kleine König dienstags beim „Sandmännchen“ im Fernsehen auf. Seitdem hat er sich immer tiefer in die Herzen der Kinder regiert. Die Sympathie für den kleinen Helden ist in der Premiere im Jungen Theater (JT) zu spüren.

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Der kleine König und das Pferd Grete: Kathrin Müller-Grüß und Norman Grüß (von links).

Quelle: Heise/JT

Göttingen. Kathrin Müller-Grüß und Norman Grüß versetzen die bekannte Trickfilmserie mit ihrer Inszenierung in ein buntes Kinderzimmer. Die Stimme des Erzählers aus dem Off, wie aus Hörspielen oder dem Fernsehen, wird im JT zur Figur des Vaters. Ein gelungener Kniff, der die Geschichte nicht nur mit zwei Darstellern spielbar macht, sondern auch die Handlung entfiktionialisiert und damit zugänglicher macht.

Das Stück erzählt von der Einsamkeit in einer neuen Umgebung, denn der kleine König ist gerade mit seinem Vater umgezogen, und davon, wie die kindliche Phantasie eine Weile darüber hinweg helfen kann. Es ist eine Geschichte über einen liebevollen Vater, der ungeachtet der vielen Arbeit und der wenigen Zeit, die er für sein Kind hat, bemüht ist, dem Sohn durch das Leben zu helfen.

Trotz der veränderten Rahmenerzählung werden die Figuren in ihren Eigenheiten präzise getroffen, insbesondere die Figur des Pferdes Grete, das von Grüß kreativ und witzig gespielt wird.

Akustische Untermalung

Auch musikalisch spiegelt die Inszenierung den kleinen König treffend wieder. Bewegungen und Stimmungen werden akustisch untermalt. Müller-Grüß überzeugt durch ihre Mimik und dem energiegeladenen Spiel als kleiner Junge, auch wenn die Figur stellenweise reichlich vernünftig für ein Kind erscheint.

Das Stück ist durchaus witzig und bietet viele Anknüpfungspunkte an den kindlichen Alltag und an den Alltag mit Kind, wie der fehlenden Motivation zum Zimmer aufräumen, aber auch der Begeisterung für die kleinen Dinge. Auffallend ist das Bühnenbild, dass teilweise durch einen großen Vorhang bespielt wird und so Elemente des Schattentheaters aufgreift.

Insgesamt ist die Bühnenfassung von „Der kleine König“ überaus gut gelungen und wurde dementsprechend mit stürmischer Begeisterung von Groß und Klein aufgenommen.

Von Serafia Johansson

Nächste Vorstellungen im Jungen Theater, Hospitalstraße 6, am 29. September, sowie am 2., 7., 8., 20. und 29. Oktober jeweils um 10 Uhr. Am 12. Oktober um 15 Uhr. Karten unter Telefon: 05 51/49 50 15.
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