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Wer nicht artig ist, wird gefressen

Deutsches Theater Wer nicht artig ist, wird gefressen

Einen Troll als Schulleiter zu haben, bringt frischen Wind ins Klassenzimmer. Doch wie falsch sie mit dieser Einschätzung liegen, merken die Schüler schnell. Das Kindertheaterstück „Unser Lehrer ist ein Troll“ unter der Regie von Lisa van Buren hatte am Deutschen Theater Göttingen Premiere.

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Darja Mahotkin, Benjamin Krüger, Bardo Böhlefeld in dem Stück "Unser Lehrer ist ein Troll".

Quelle: Säckl

Göttingen. Holly (Darja Mahotkin) und Sean (Bardo Böhlefeld) sind die Schrecklichen Zwillinge. Ständig spielen sie Mitschülern und Lehrern Streiche. Aber schon bald müssen sie feststellen: der neue Schulleiter, ein Troll, ist noch schrecklicher als sie. Jeden Streich den sie spielen, wandelt er in ein Privileg um und bestraft diejenigen, die es sich unerlaubterweise herausgenommen haben.

Regenwürmer im Pausenbrot? Matsch im Stiefel? Das ist von jetzt an nur noch Personen erlaubt, die es sich verdient haben. Also nur dem Troll. 

Bühnenbild: Minimalistisch aber Variabel

Rasant und lustig erzählen Holly und Sean die Geschichte vom Trolllehrer. Kein Erwachsener will ihnen helfen, trotz bitterer Klagen über gefressene Kinder und Schwerstarbeit in einer Goldmine. Das Bühnenbild besteht aus einer großen Holzkiste, die mal als Goldmine, mal als Polizeirevier herhält.

Besonders wandelbar ist das Spiel von Benjamin Krüger, der sowohl den Troll spielt, als auch die Mutter der Zwillinge, einen überheblichen Schulrat und einen phrasenspuckenden Premierminister.

Darja Mahotkin, Benjamin Krüger, Bardo Böhlefeld

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Die Requisiten hat er stets dabei. Der dicke unförmige Bauch unter seinem schlabbrigen Wollpulli ist in Wirklichkeit ein Gerätefundus, der von Perlenketten, bis Sandkastenspielzeug und Knetgummis alles enthält, was man nicht unter einem Pulli erwarten würde.   

Am Ende siegen die Kinder

Die Trollpädagogik ist einfach: wer nicht artig ist, wird gefressen. Das wird detailliert geschildert, aber nicht gezeigt. Am Ende gewinnen die Kinder. Sie lernen Trollisch und überreden den Troll, keine Kinder mehr zu fressen. Im Gegenzug verlangt der Troll, dass auch die Zwillinge sich überwinden müssen. Sie sollen versuchen, brav zu sein, auch wenn es ihrem Naturell widerspricht.

Ein sehenswertes, kurzweiliges Stück – nicht nur für kleine Zuschauer.

Von Jorid Engler

"Unser Lehrer ist ein Troll"

Die nächsten Vorstellungen von "Unser Lehrer ist ein Troll" beginnen im Deutschen Theater, Theaterplatz 11, am 12. und 14. März um 16 Uhr (Kartentelefon: 0551/496911).

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