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Programm des Göttinger Symphonie-Orchesters für 2015/16 vorgestellt

Haydn im Zentrum Programm des Göttinger Symphonie-Orchesters für 2015/16 vorgestellt

„Weltsprache Musik“ lautet das Motto der Saison 2015/16 des Göttinger Symphonie-Orchesters (GSO). Werke von Joseph Haydn (1732-1809) stehen dabei im Zentrum, vor allem seine „Pariser Sinfonien“. Das kündigte Chefdirigent Christoph-Mathias Mueller am Dienstag an.

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Freut sich auf Urlaub und die ersten Proben danach: GSO-Chefdirigent Christoph-Mathias Mueller.

Quelle: Hinzmann

Haydn sei heikel zu spielen, erläuterte Mueller, „man hört wirklich alles“. Doch das sei auch gut für das Orchester, das daran wachse.

 

„Meine Sprache versteht die ganze Welt“, zitierte Generalmusikdirektor Mueller den Komponisten. Das soll Haydn Mozart geantwortet haben, als der Zweifel am Sinn von dessen England-Reise geäußert und gemeint habe, er spreche ja nicht einmal Englisch. Haydn entwickelte sein musikalisches Vokabular als Hofkapellmeister auf dem Landsitz des ungarischen Fürsten Esterházy – „vom Westen abgesondert“, wie er selbst meinte.

 

Dennoch sorgten seine Sinfonien auch im Westen für Furore und entwickelten sich zu Publikumsrennern. Haydns Musiksprache wurde zum Ausgangspunkt für das klassisch-romantische Orchesterrepertoire. Folglich richtete Mueller seinen Blick auf jene Komponisten, die sich später auf Haydn bezogen.

Kulturelle Begegnungen  

Mit einem neuen Zyklus will Mueller „kulturelle Begegnungen“ ermöglichen. Solisten aus Ägypten, China und Indien werden mit dem GSO zusammen spielen – wie auch Musiker, die aus Göttingen stammen und meist anderorts ihren Weg gemacht haben. Er wolle das hohe Niveau dieser Musiker zeigen und sie mit dieser Auftrittsmöglichkeit unterstützen, sagte Mueller. Engagiert sind unter anderem Alexander Schimpf, Julia Bartha, Desirée Ruhstrat, Felix Klieser. Aus den eigenen Reihen ist die GSO-Geigerin Natalie Kundirenko dsabei.

 

Auch eine Uraufführung steht auf dem Programm. Im Auftrag des GSO komponiert Kenneth Hesketh, laut Mueller einer der interessantesten neuen Komponisten aus Großbritannien, ein Stück. „Inscription-Transformation für Violine und Orchester“ heißt das Werk, bei dem die New Yorker Violinvirtuosin Janet Sung den Solopart übernimmt.

 

Glaubensfragen sind Thema eines Konzertes vor Ostern 2016. Dabei kommt die Passacaille für Orchester von Frank Martin (1889-1975) zur Aufführung. Der Komponist hatte eine Aufführung von Bachs Matthäuspassion 1903 als sein Schlüsselerlebnis bezeichnet – was ihn mit Mueller verbindet. Der Dirigent erzählte von einem ähnlichen Erlebnis, als er noch im Kinderchor gesungen habe.

 

Weiterhin wird es die Zyklen Promenade und Wiener Klassik geben. Auch die Reihe der Familienkonzerte werde fortgesetzt.

 

Die Saison startet am Sonntag, 13., und Montag, 14. September, mit der Rathaus-Serenade, erst im GDA-Wohnstift, dann im Alten Rathaus. Das komplette GSO spielt erstmals am Freitag, 18. September, in der Stadthalle. Dann steht das erste Konzert des Promenaden-Zyklus᾽ auf dem Programm, „gehobene Unterhaltung“, wie Mueller das nennt.

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