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Programm des Literarischen Zentrums Göttingen

Politisch und dynamisch Programm des Literarischen Zentrums Göttingen

Eugen Ruge, Lukas Bärfuss, Tilman Rammenstedt und Carolin Emcke sind nur einige der Vortragenden, die das Literarische Zentrum Göttingen in der kommenden Saison nach Göttingen holt.

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Der Schriftsteller Lukas Bärfuss hält im Januar die Poetikvorlesung.   

Quelle: Meyer

Göttingen. Das Publikum erwartet ein „sehr politisches Programm“, kündigt Madita Oeming an, die Anja Johannsen als Geschäftsführerin des Zentrums vertritt. Geplant sind 19 Veranstaltungen.

Lesen werden Schriftsteller aus Deutschland, Frankreich, Bulgarien, den Niederlanden, der Schweiz und den Vereinigten Staaten. Die Berliner Publizistin Carolin Emcke war bereits im Januar dieses Jahres in den Lichtenberger Poetikvorlesungen in Göttingen zu hören. Nun präsentiert die Friedenspreisträgerin ihren Essay „Gegen den Hass“. Im Gespräch mit dem Schriftsteller Durs Grünbein werden Themen wie Fundamentalismus und Radikalismus diskutiert. Grünbein liest aus seiner Kindheitsbiographie „Die Jahre im Zoo“ (Freitag, 4. November).

Die Poetikvorlesungen hält der Schweizer Bühnenautor und Schriftsteller Lukas Bärfuss. An zwei aufeinanderfolgen Abenden bespricht er „Das Material“ und „Die Komposition“ und gibt Einblicke in seine Arbeit als Schriftsteller zwischen literarischer Tradition und Zeitgeschichte (Mittwoch, 18., und Donnerstag, 19. Januar).

Um die Schwierigkeiten eines Neuanfangs in der Fremde geht es in Jörg Ambrusters „Willkommen im gelobten Land? Deutschstämmige Juden in Israel“. Der ehemalige ARD-Auslandskorrespondent spricht mit Micheal Zeiß, ehemals SWR-Chefredakteur, über die Ursachen und Folgen einer Flucht (Mittwoch, 16. November).

Für seinen Roman „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ wurde Eugen Ruge 2011 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. In „Follower“ spannt er den Bogen zurück zu der Familie in der DDR, deren Enkel im China des Jahres 2055 spurlos verschwindet (Dienstag, 22. November).

Einblicke gab auch Tilman Rammstedt während der Arbeit an seinem Roman „Morgen mehr“. Der Titel ist Programm, denn Rammstedt veröffentlichte zwischen Januar und April dieses Jahres jeden Tag zwei Seiten seines neuen Werkes. Das Ergebnis können die Zuhörer während der Lesung auf Twitter kommentieren und so die Themen des Gesprächs mit Literaturwissenschaftler Christian Dinger mitbestimmen (Donnerstag, 29. September).

Gesellschaftliche Tabus und starre Geschlechterrollen entlarvt Margarete Stokowski in ihrem Debüt „Untenrum frei“. Die Jungfeministin aus Berlin schrieb von 2012 bis 2015 die Kolumne „Luft und Liebe“ in der „Taz“. Oeming wird im Anschluss an die Lesung das Gepräch mit der Autorin führen (Dienstag, 6. Dezember).

In der Reihe „Liederabend“ stellt Frank Kelleter seine Biographie „David Bowie“ vor und lässt zusammen mit Gerhard Kaiser das Leben und Wirken der Pop-Ikone aufleben (Donnerstag, 12. Januar).

Das detaillierte Programm gibt es unter literarisches-zentrum-göttingen.de. Tickets sind in den Geschäftstellen des Tageblattes in Göttingen, Weender Straße 44, und in Duderstadt, Marktstraße 9, erhältlich.

Literatur macht Schule

Die Initiative „Literatur macht Schule“ des Literarischen Zentrums umfasst diesmal elf Veranstaltungen in den Zentrumsräumen, Düstere Straße 20, und in mehreren Schulen. Teeniestar Jimi Blue Ochsenknecht liest aus Joachim Masanneks Buchreihe „Die wilden Fußballkerle“. Er selbst spielte in den sechs Verfilmungen den Mittelstürmer und Anführer Leon (Dienstag, 25. Oktober).

Die Lesung ist Teil des Göttinger Literaturherbstes. „Am liebsten bin ich Hamlet“ heißt die Autobiographie des Schauspielers Sebastian Urbanski. Darin berichtet er von seinem bewegten Leben  mit dem Down-Syndrom und von der richtigen Prise Verrücktheit (Montag, 12. Dezember). Um Flucht und Vertreibung geht es in Uticha Marmons „Mein Freund Salim“. Sie beschreibt die Freundschaft von Tammi und Hannes mit dem Flüchtlingsjungen Salim.           jap

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