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Promenadenkonzert mit dem Göttinger Symphonie Orchester in der Stadthalle

Der Wilde Westen Promenadenkonzert mit dem Göttinger Symphonie Orchester in der Stadthalle

Im Laufe des 20. Jahrhunderts erfreute sich der Western stetig wachsender Popularität. Weite Landschaften, einsame Cowboys und der Kampf um Gerechtigkeit und Freiheit wurden zu Leitbildern des Genres. Unzählige Filme wurden gedreht, die diese Sehnsüchte widerspiegelten.

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Quelle: Heller

Göttingen. Drei Werke der Filmmusik und zwei Suiten, die sich die Landschaft des Wilden Westens zum Thema genommen haben, standen am Donnerstagabend auf dem Programm des Göttinger Symphonie-Orchesters (GSO). Unter der Leitung des Dirigenten Scott Voyles nahm das GSO das zahlreiche Publikum in der Stadthalle mit auf eine musikalische Reise in die Weite der Prärie.

Winnetou zählt zu den berühmtesten Figuren der Wildwest-Filmgeschichte. Und so wurde das Konzert mit der Filmmusik des 1963 gedrehten gleichnamigen Films eröffnet. Schwungvoll spielte das Orchester die fließenden Melodien. Das Stück aus der Feder von Martin Böttcher erlangt insbesondere durch den Klang eines einsamen Akkordeons seine spezielle Wirkung, die Musiker fingen diese Stimmung bestens auf. Mit berühmten Helden ging es auch weiter.

John Barrys Musik zu dem Film „Der mit dem Wolf tanzt“ wurde mit einem Oscar ausgezeichnet. Detailliert spielten die Musiker die facettenreiche Komposition. Der Wechsel zwischen zarten, leisen Melodien mit Harfe, Glockenspiel, vorsichtigen Flötenmelodien und lebhafteren Passagen gelingt brillant. Wie ein Ruf aus der Ferne klingen die fanfarenartigen Einwürfe der Bläser über den stimmungsvollen Streichermelodien. So auch in Aaron Coplands Orchestersuite „Appalachian Spring“. Dem GSO gelingt es, mit den langsamen Melodien die schier endlosen Weiten Amerikas zum Leben zu erwecken.

Die zweite Konzerthälfte zeigte den Westen dann von seiner wilden Seite. John Williams’ Ouvertüre zu „The Cowboys“ ließ an wilde Ausritte denken, die Blechbläser versprühten mit ihrem energischen Spiel viel Lebensfreude. Der erste Satz der „Grand Canyon Suite“ von Ferde Gofré riss das Publikum gänzlich mit. Unverkennbares Hufgetrappel und ein enormer Wolkenbruch beschließen das Werk. Abrupt, mit einem letzten lauten Knall, endete das Stück und ging sogleich in den wohlverdienten langanhaltenden Applaus über.

Von Tina Evers

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