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Maler des Abendlichtes

Puck Steinbrecher in der Galerie Nottbohm Maler des Abendlichtes

Puck Steinbrecher lebt am Zwischenahner Meer. Das liegt westlich von Oldenburg, die Nordseewellen branden nicht  weit entfernt an die  Küste. Ein Moor liegt in der Nähe von Steinbrechers Wohnort. Das ist die Umgebung, die der Maler in seinen Bildern wiedergibt. Eine Auswahl davon zeigt derzeit die Galerie Nottbohm.

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Puck Steinbrecher vor einem Bild, das eine Abendstimmung am 17. April 2014 wiedergibt.   

Quelle: PEK

Göttingen. Steinbrecher setzt seine Farben mit großem Pinsel. Einen Baum, ein Haus, Sträucher reduziert er auf Farbflecken, die er mit farbgesättigtem Pinsel und sicherer Hand setzt. Spiegelungen und Lichtreflexe gibt er sehr elegant wieder. Die Kompositionen seiner Bilder sind meist sehr ausgereift und stimmig. Steinbrecher fängt Lichtstimmungen und die Atmosphäre der norddeutschen Landschaft ein.

Vor rund fünf Jahren hat Steinbrecher schon einmal bei Nottbohm ausgestellt. Hat sich in der Zwischenzeit etwas verändert in seiner Kunst? Seine Bilder seien abstrakter geworden, sagt der Maler. Und, er traue es sich kaum zu sagen: Er male jetzt Sonnenuntergänge. „In nenne es lieber Abendlicht“, sagt er. Später, in seiner Rede zur Eröffnung, bekennt Steinbrecher sich zur Schönheit: „Ich will auch Leute erfreuen.“

Seit 40 Jahren malt der heute 66-Jährige. Mit der Spritzpistole habe er angefangen, niemand habe nachvollziehen können, wie die Bilder entstanden seien. Sehr erfolgreich sei er damit gewesen. Die Spritzpistole hänge heute in seinem Atelier an der Wand. Denn Steinbrecher stieg bald auf Pinsel um. Der Blick aus seinem Fenster falle unmittelbar auf den See, sein bevorzugtes Motiv. Während der Vernissage demonstrierte der Künstler, wie er zu neuen Bildideen komme. Er sucht sich mithilfe eines Passepartouts einfach neue Bildschnitte.

Viele dieser Bilder sind in der Ausstellung zu sehen, dazu einige, die der Wirklichkeit näher sind. Hier experimentiert Steinbrecher mit ungewöhnlichen Horizontlinien und monochromen Farbflächen. Wolkenformationen schweben über der Gischt des Meeres. Doch anders als in seinen dynamischen abstrakteren Arbeiten malt Steinbrecher hier eher steif.

Die Ausstellung ist bis Sonnabend, 22. Oktober, dienstags bis freitags von 9.30 bis 18.30 Uhr, sonnabends von 10 bis 16 Uhr in der Galerie Nottbohm, Kurze Geismarstraße 31 zu sehen.

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