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Punkband der ersten Stunde

Slime in der Musa Punkband der ersten Stunde

1979 gründete sich die Punkband Slime in Hamburg – und startete gleich spektakulär. Ihren ersten Auftritt hatte sie in Neuengamme, einem Jugendgefängnis. Am Freitag, 15. Juli, gastiert Slime um 21 Uhr in der Musa, Hagenweg 2a.

Hagenweg 2a, Göttingen 51.55001 9.91544
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Bekannt für ihre radikal linke Position: die Musiker der Band.

Quelle: Nicolussi

Hamburg/Göttingen. In der Szene gilt Slime als legitimer Nachfolger von Ton Steine Scherben, der musikalischen Stimme der Studentenbewegung in den 1960er- und 1970er-Jahren. 1984 schien die Geschichte von Slime bereits zu Ende zu gehen. Teile der Punkszene warf den Musikern vor, ihre radikalen linken Ideale verraten zu haben und kommerziell geworden zu sein. In den folgenden Jahren jedoch trat Slime jedoch immer wieder bei Festivals auf.

1990 dann kamen erste Ideen einer Wiedervereinigung der Band auf, die dann tatsächlich 1991 wieder ein Album veröffentlichte: „Die Letzten“. Die Reunion bahnte sich an und wurde schließlich auch vollzogen. Slime verstand sich als Gegengewicht zu dem Aufflammen rechtsradikaler Auswüchse wie in Hoyerswerda und Solingen.

Lange währte auch diese Bandepisode nicht. 1994 folgte die nächste Auflösung, diesmal, weil sich die Musiker selbst als zu gefangen empfanden in ihrem Image – mehr Show als Botschaft. Ganz zum Schluss veröffentlichte Slime noch ein Live-Album, aufgenommen in der Großen Freiheit 36 in Hamburg.

Die Slime-Mitglieder verteilten sich auf andere Bands und machten weiter Musik. Gitarrist Elf startete dann im Jahr 2009 das Unternehmen, die Band nocheinmal zusammenzubringen. Drei Ur-Slimer erklärten sich bereit, unterstützt von der Bassistin Nici von der Band Die Mimmi’s und Drummer Alex Schwers.

Das Konzert in der Musa, Hagenweg 2a, am Freitag, 15. Juli, beginnt um 21 Uhr. Als Vorband ist die Band Screwjets dabei. Tickets gibt es in den Tageblatt-Geschäftsstellen, Weender Straße 44 in Göttingen und Marktstraße 9 in Duderstadt. pek

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