Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Quadro Nuevo spielen Tango im Kulturzelt in Kassels Fuldaaue

Inspiriert von rotweintrinkenden Taxifahrern Quadro Nuevo spielen Tango im Kulturzelt in Kassels Fuldaaue

Während eines intensiven Aufenthalts im argentinischen Buenos Aires haben sich die fünf Musiker von Quadro Nuevo zu ihrem neuen Album „Tango“ inspirieren lassen. Die CD war auch titelgebend für ihr Konzert im Kulturzelt. Nicht nur die musikalischen Eindrücke teilten die Musiker mit ihrem Publikum, auch zahlreiche Geschichten von der erlebnisreichen Reise gab es zu hören.

Voriger Artikel
Premiere von „The Who`s Tommy“ im Schauspielhaus Kassel
Nächster Artikel
Kultur-Tipps für Göttingen von Peter Krüger-Lenz

Tief eingetaucht in den argentinischen Tango: Quadro Nuevo.

Quelle: EF

Kassel. Als liebstes Fortbewegungsmittel und Kommunikationsplattform während des Argentinienaufenthalts hatten Quadro Nuevo das Taxi gewählt. Wie viel man von den Taxifahrern über Tango lernen kann, vor allem wenn diese bereits die eine oder andere Flasche Rotwein zu sich genommen haben, gab es während des Konzerts verbal und im Stück „Buenos Aires Taxi Drive" zu hören.

Neben den charmant-lustigen Moderationen wäre fast in Vergessenheit geraten: Musikalisch überzeugten Quadro Nuevo auf ganzer Linie. Klang- und Rhythmuskaskaden unterschiedlichster Stimmung ergossen sich über das Publikum. Gerade die leisen, melancholischen Passagen lohnten dabei ein genaues Zuhören, denn in ihren Arrangements und Eigenkompositionen gelang es Quadro Nuevo, selbst feinste Gefühlsnuancen darzustellen.

Mulo Francel (Saxophon, Klarinette), Andreas Hinterseher (Bandoneon), D. D. Lowka (Bass), Evelyn Huber (Harfe, Hackbrett) und Chris Gall (Klavier) führen in ihrer Instrumentierung typische und eher ungewöhnliche Klangelemente in einem ebenso klassisch wie modern und eigenständig anmutenden Tangostil zusammen.

Ob sie es mit dem Tipp eines der Taxifahrer – man dürfe mit dem Tango alles machen, nur nicht, ihn mit dem Akkordeon spielen – immer so ganz genau nehmen, sei dahin gestellt. Die Seele Argentiniens hat aber eindeutig tiefe Spuren bei Quadro Nuevo hinterlassen. Eines der besten an diesem Abend zu hörenden Beispiele: die Eigenkomposition „Garcias Tango“. Ein Glück für das Kulturzelt-Publikum in Kassel.

Von Isabel Trzeciok

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Milchbar im Nörgelbuff