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Rainer von Vielen und Orange in der Musa

Doppelkonzert Rainer von Vielen und Orange in der Musa

Rainer von Vielen nennt sich der Sänger einer Band, die sich ebenfalls Rainer von Vielen nennt. Sie waren jetzt in der Musa zu Gast - gemeinsam mit der Band Orange. Auch hier am Mikrophon: Rainer von Vielen. Diese Mischung hat vor allem viele tanzwillige junge Menschen die Musa gezogen.

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Sänger Rainer von Vielen mit der Band Rainer von Vielen.      

Quelle: Pförtner

Göttingen. Schlagzeuger Sebastian Schwab gibt den Einheizer. Das Licht im Saal ist noch an, da steht er am Mikrophon und erklärt dem Publikum, wie sich die Band ihren Bühnenauftritt wünscht. Der Kern des Ganzen: laut toben, wenn die Musiker im Dunkeln auf die Bühne kommen. Das klingt unlustig, ist aber ein sympathisch-spaßiger Start für einen entspannten, sehr zweigeteilten Abend.

Rainer von Vielen ist bodenständig. Er stammt aus dem Allgäu und lebt dort auch noch, die beiden Bands in seinem Umfeld. Für die Formation Rainer von Vielen hat er das Etikett Bastard-Pop kreiert, dabei ist die Musik der Band viel mehr. Sie sprengt Grenzen. Das Quartett spielt rebellischen Punkrock, politischen Hiphop, bayerische Folklore und verbreitet dabei viel Singer/Songwriter-Charme. Sie singen vom großen Bla, der sie erleuchten soll, von Liebe, von Revolution und vom Kater. Zwischendrin geben Drummer Schwab und Gitarrist Mitsch Oko noch eine komödiantische Einlage. Das alles ist einfallsreich, sehr engagiert, satirisch und obendrein auch noch tanzbar.

Als Schwesterband bezeichnet Rainer von Vielen die Formation Orange. Die präsentiert im Anschluss sogenannten Tribal Dance, eine schräge Mischung aus Weltmusik und House. Da treffen elektronische Quietscher auf das tiefe Brummen des Didgeridoo. Bongos und Kongas werden rauschhaft betrommelt. Dazu röhrt Rainer von Vielen - eine seiner Spezialitäten - mit Obertongesang wie das Didgeridoo in die Nacht. Die Lieder dauern gerne mal zehn Minuten oder länger, könnten aber auch ohne Pause ineinanderlaufen. So klingen Partys am Strand von Goa, wenn der Rauch von dicken Tüten in den Himmel zieht. Auch Orange sprengt musikalische Grenzen, indem die Band zusammenbringt, was andere für unvereinbar halten. Und das erstaunlichste: Der Mix funktioniert. Die Konzertbesucher haben erst viel Vergnügen mit Rainer von Vielen und deren spaßiger, intelligenter Rebellion und lassen sich dann von Orange zum Schweben bringen - ein paar ältere Semester in Erinnerung an ihre Teen- und Twenjahre übrigens auch.

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