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Riesenspaß mit dem Sachsen

Händel-Festspiele Riesenspaß mit dem Sachsen

Mit Sprechchören und Spielszenen, Knabenchor, Sinfonieorchester und Gesangssolisten zogen Göttinger Schüler am Dienstag, 26. Mai, in der Aula der Universität alle Register, um eine gute Stunde lang aus dem Leben Georg Friedrich Händels zu erzählen.

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Spielszenen aus Händels Leben: das „Händel für Teens“-Ensemble in der Universitäts-Aula.

Quelle: Schäfer

Buntes venezianisches Volk erstürmte zu Beginn den Bühnenraum der Uni-Aula. Mit großem Hallo wurde ein neuer Erdenbürger begrüßt, „Georg Friedrich soll er heißen!“ Als Sprechchor gaben die Schülerinnen und Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums, ein jeder venezianisch gekleidet und mit Dreispitz geschmückt, die Lebensdaten eben dieses Georg Friedrich, des „lieben Sachsen“ wieder, beleuchteten in kleinen Spielszenen einzelne Stationen seines Lebens. In Hamburg der Streit mit dem Konkurrenten Mattheson, in London die Zeremonien rund um die Aufführung der „Wassermusik“: Diese Episoden füllten die Schüler mit viel Leben.

Die Musik kam dabei keineswegs zu kurz. Michael Krause leitete das relativ groß besetzte Göttinger Symphonie Orchester sowie den Göttinger Knabenchor. Auszüge aus Händels „Messias“, der „Wassermusik“ und anderen Werken wechselten in lockerer Folge mit den Spielszenen. Dabei setzten die „stillen hunde“ Stefan Dehler und Christoph Huber, die dieses Komponistenporträt konzipiert und inszeniert hatten, auf straffes Timing: Eine Zauberoper soll in London erklingen, „mit Blitz und Donner“, ruft das Volk sich zu, „mit Schall und Rauch! Und mit einer Zauberin!“ – Und schon ist man bei „Rinaldo“ gelandet, bei der zu Herzen gehenden Arie der Almirena „Lascia ch’io pianga“, wunderschön und mit leuchtendem Sopran vorgetragen von Lavinia Dames. Auch Countertenor Michael Lieb erntete mit seiner koloraturreichen  Bravourarie begeisterten Applaus.

Kurzweilige Stunde

„And he shall reign for ever and ever“: Mit dem zweiten Teil des berühmten „Halleluja“ ging eine überaus kurzweilige Stunde zu Ende, in der gelacht, gestaunt und in schönen Melodien geschwelgt werden durfte: ein Riesenspaß für Jung und Alt – leider nur vor rund sechzig Zuhörern.

Von Matthias Körber

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