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Drei Bands treten gegeneinander an

„Rock am Kauf Park“ Drei Bands treten gegeneinander an

Aus den Bewerbern für „Rock am Kauf Park“ wurden die besten drei Nachwuchsbands ausgewählt. Neben Jungfrau Männlich Deluxe werden Count to Five und Deathmetaldiskoclub am Sonnabend, 29. Juli, auf der Open-Air-Bühne vor dem „Kauf Park“ stehen.

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Deathmetaldiskoclub (oben links), Count to Five und Jungfrau Männlich Deluxe treten bei „Rock am Kauf Park“ an.

Quelle: r

Göttingen. Deutscher Pop-Punk mit einer Prise Alternative-Rock – so beschreibt das humorvolle Trio „Jungfrau Männlich Deluxe“, das sich einmal wöchentlich in Worbis zum Proben trifft, seine Musikrichtung. „Wir ziehen Einflüsse aus deutschem Post-Punk wie Captain Planet oder Matula, aber auch aus der „Ami-Ecke à la Sum 41 oder Blink-182“, erklärt Braun. Genau diese Mischung macht auch das erfrischende Gefühl aus, das beim Hören ihrer Lieder entsteht. Statt politisch-krawallig zu werden, fließen zuverlässig gute Laune-“American-Pie“-Sounds und Texte in die Songs ein. Für letztere ist Musik- und Mathematikstudent Braun zuständig: „Themen kommen von allem, was mir so im Kopf herumschwirrt. Es ist auch schön, wenn ein bisschen ums Thema herum geschrieben wird und man nicht gleich weiß, worum es geht“, sagt der 23-Jährige.

„Dass wir keinen Kuschelrock machen, war schnell klar“, erzählt Christopher Krüger, Schlagzeuger von Count to Five. Auch wenn die Vier von Count to Five schnell wussten, welche Musik sie nicht spielen wollen: Der Weg in ihr jetziges Genre war nicht so eindeutig. „Wir wollten anfangs in die Pop-Punk-Richtung, jetzt machen wir schon härtere Musik als geplant“, erklärt Simon Burkhardt, Gitarrist der Band. Hart und laut klingen die Songs der Nachwuchsrocker. Die Stimmen von Burkhardt, der teilweise Textpassagen übernimmt, und von Front-Sänger Béla Klein geraten manchmal an ihre Grenzen. „Man kann schon heiser werden, aber erst nach mehreren Liedern“, sagt der Gitarrist. Der 17-Jährige schreibt auch die Texte für die Band. Es sind meist kritische Texte, das Themenspektrum ist breit gefächert.

Harte Gitarrenriffs, dröhnender Bass, schnelle Schlagzeugbeats und dazu die tiefe, einnehmende Stimme von Sänger Stefan Peters: Das ist Deathmetaldiskoclub. wollen mit klassischem 90er-Jahre Alternative Rock überzeugen. Sänger Peters redet übers Texten: „Als Überthema gilt bei mir wohl das Klarkommen mit der Realität. Es kann sich um einen Gefühlskrieg handeln, es können auch politische Themen sein.“ Und Schlagzeuger Gordon Siewert ergänzt: „Hauptsache die Musik bleibt im Kopf und hat eine eingängige Melodie.“ Der Wettbewerbsgedanke steht für sie nicht an erster Stelle. „Die Preise klingen alle toll“, sagt Strauß begeistert. Die Erstplatzierten gewinnen einen Aufnahmetag in den Peppermint Studios in Hannover und treten beim Open Air im Kaiser-Wilhelm-Park auf. Der Zweitplatzierte bekommt unter anderem einen Auftritt im Exil und die Dritten dürfen auf die Nörgelbuff-Bühne.

Die Bands haben die Möglichkeit, sich vor bis 5000 Besuchern des Openair-Konzerts zu beweisen. Für die meisten ist es der erste Auftritt in dieser Größenordnung. Ab 20 Uhr beginnt der Bandwettbewerb, jede Band hat 20 Minuten Zeit, um alles zu geben. In den Umbaupausen werden die „Jumpstyler“ der Tanzschule Krebs für Unterhaltung sorgen. Eine Jury aus fachkundigen Experten aus Medien und Veranstaltungspartnern wird den Sieger um etwa 22 Uhr küren. Die Siegerband darf anschließend nochmals auftreten. Der Top-Act des Abends, die Band Wannabeatz, trifft um 22.40 Uhr auf. Ein kostenloser Buspendeldienst bringt die Besucher vom Bahnhof Göttingen bis zum „Kauf Park“ und zurück. Der Eintritt ist frei.

Von Natascha Holstein und Katharina Kilburger

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