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Rock am Kauf Park: Better Treatment

Alternativ und aufgeweckt Rock am Kauf Park: Better Treatment

An einem Wochentag ist abends in Bad Arolsen nicht mehr viel los. Doch das Kurstädtchen ist Heimat der Band Better Treatment. Sie tritt beim Bandwettbewerb Rock am Kaufpark am Sonnabend, 29. August, an. Die beiden anderen Teilnehmer: Stoned God und Kyles Tolone, beide aus Göttingen

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BU: Better Treatment: Moritz Häuser, Laura Wegener, Dennis Ott, Marc Siebert und Tobias Sauer

Quelle: KIL

Bad Arolsen. Es gibt viel Grün, Restaurants, typisch Kurstadt eben. Es ist gemütlich hier, leicht verschlafen. Die Kleinstadt, westlich von Kassel gelegen, hat viele Kontraste zur Studentenstadt Göttingen.

Sie ist die Heimat der Band Better Treatment. Dennis Ott (30, Gitarre), Moritz Häuser (24, Gitarre), Laura Wegener (20, Gesang), Tobias Sauer (28, Schlagzeug) und Marc Siebert (28, Bass) haben sich spontan bei Rock am Kaufpark beworben. So spontan, dass das Quintett sich nicht mehr auf die (sowieso streikende) Post verlassen konnte. Kurzerhand fuhren sie persönlich die rund 100 Kilometer nach Göttingen, um ihre Bewerbung in den Briefkasten zu stecken.

Seit eineinhalb Jahren besteht die Gruppe in dieser Konstellation. Den Grundstein habe jedoch schon Jahre zuvor ein „episches erstes Treffen bei Burger King“ gebildet. So provisorisch diese Lokalität für ein Band-Treffen auch anmuten mag: Die Fünf klingen rein gar nicht nach Fast Food für die Ohren und machen Musik, die im Kopf bleibt.

Better Treatment hat sich dem Alternative Rock verschrieben, „mit harten Anleihen“, so Siebert. „Unsere Musik ist hart genug, aber nicht hardcore“, fügt Wegener hinzu. Inspirieren lassen sich die Bandmitglieder von Gruppen wie „A Day To Remember“ oder „Rise Against“. Der Song „Ignite“ hat sogar japanische Einflüsse – „Wenn man sich auf die Sprache einlässt, ist J-Rock wirklich gute Musik“, findet Marc Siebert.

Ein Jahr lang habe es gedauert, bis ihre erste Setlist stand. „Wir wollten etwas haben, was Hand und Fuß hat“, erklärt Wegener. Das Schreiben der Songs gehe aber auch schon mal schneller vonstatten: In nur 15 Minuten sei der Song „Hold me tight“ entstanden. „Ich kam in den Raum, die Jungs haben irgendwas geklimpert. Ein Songtext flog da auch noch irgendwo herum, und wir haben dann was draus gemacht“, erzählt Wegener von der sympathisch-unkonventionellen Arbeitsweise der Band.

Sowohl Gute-Laune-Songs als auch nachdenkliche Stücke aus dem Leben der Musiker finden sich unter den 14 eigenen Liedern der Gruppe. Sängerin Wegener verleiht ihrer Stimme dabei stets die richtige Mischung von hart und herzlich. 

Ebenfalls unkonventionell ist die Entstehungsgeschichte des Bandnamens. Eine Packung Feuchttücher mit der Aufschrift „After Treatment“ auf einer Toilette brachte Moritz Häuser ins Grübeln: „Zwei von uns arbeiten im medizinischen Bereich, einer in der Altenpflege, von daher ergab Treatment (auf Deutsch: Behandlung) im Namen schon Sinn“, sagt er schmunzelnd.

Die Band bezeichnet sich als „absolute Liveband“. Es sei „das Gefühl, auf der Bühne zu stehen, die Rückmeldung vom Publikum zu bekommen“, was Live-Auftritte ausmache. Göttingen wäre bisher der am weitesten entfernte Konzertort. „Wir sind vom Dorf. Natürlich wäre es gut, außerhalb bekannter zu werden“, sagt Sauer. Zum Glück gibt es „Rappel-Ralle“, einen charakterstarken Tour-Bus, der die Bandmitglieder vom Dorf in die Städte transportiert.

„Better Treatment“ tritt am Sonnabend, 29. August, bei dem Bandwettbewerb „Rock am Kaufpark“ gegen Kyles Tolone und Stoned God an. Das Open-Air-Festival beginnt um 20 Uhr.

Von Katharina Kilburger

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