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Geplantes Chaos und viel Humor

Rock am "Kauf Park": “Jungfrau Männlich Deluxe” Geplantes Chaos und viel Humor

“Unsere Band soll schöner werden” - so lautete das Motto von Mathias Stitz (27) und Jacob Braun (23), als sie im Jahr Ende 2014 eine "schöne Frau mit dickem Bass“ suchten und Nico Müller (30) aus Teistungen fanden. Stitz an den Drums, Braun zuständig für Gesang und Gitarre und Müller am Bass bildeten also eine Band.

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Quelle: kil

Göttingen. Nun musste nur noch ein Name her - der alte Name, "JMD“, gebildet aus den Anfangsbuchstaben der ursprünglichen Bandmitglieder, wurde abgelöst durch "Jungfrau Männlich Deluxe“ und setzte sich in damit gegen von Fans eifrig eingebrachten Vorschlägen ("Jutta mag’s deftig“, "Jeder mag Donuts“)durch.

Deutscher Pop-Punk mit einer Prise Alternative-Rock - so beschreibt das humorvolle Trio, das sich einmal wöchentlich in Worbis zum Proben trifft, seine Musikrichtung. "Wir ziehen Einflüsse aus deutschem Post-Punk wie Captain Planet oder Matula, aber auch aus der "Ami-Ecke à la Sum41 oder Blink182“, erklärt Braun. Genau diese Mischung macht auch das erfrischende Gefühl aus, das beim Hören ihrer Lieder entsteht. Statt politisch-krawallig zu werden, fließen zuverlässig gute Laune-"American-Pie“-Sounds und Texte in die Songs ein.

Für letztere ist Musik- und Mathematikstudent Braun zuständig: "Themen kommen von allem, was mir so im Kopf herumschwirrt. Es ist auch schön, wenn ein bisschen ums Thema herum geschrieben wird und man nicht gleich weiß, worum es geht“, sagt der 23-Jährige. Auch "Experimente unter Alkoholeinfluss“ führten zu einem veritablen Ergebnis in Form des Liedes "Hackedicht“. 30 Lieder hat die Band mittlerweile im Repertoire, die die Bandbreite von "punkig“ bis ruhig abdecken. Sänger Braun verleiht den Songs mit vielseitiger Stimme die richtigen Nuancen.

Der Spaß an der Sache und der Musik komme nicht nur während der Proben, sondern auch auf Konzerten nicht zu kurz. „Es ist ein geplantes Chaos“, beschreibt Bassist Müller. Je nach Stimmung des Publikums passe die Band ihre Setlist spontan an. Und auch wenn während des Konzerts das Schlagzeug zusammenfällt: "Abbrechen ist nie eine Option“, sagt Stitz schmunzelnd.

Bisher habe das Trio auf kleineren Konzerten vor 70 bis 80 Gästen gespielt. Rock am Kauf Park ist ein "anderes Kaliber“, sind sich die jungen Männer einig.

Zwar seien sie im mitteldeutschen Raum "schon gut rumgekommen“. In Göttingen waren sie aber erst einmal. "Rock am Kauf Park“ bietet uns eine gute Möglichkeit, in Göttingen Fuß zu fassen und ein paar mehr Leute zu erreichen“, so Müller.

Die drei Musiker zeigen sich ambitioniert, aber nicht naiv, was ihre Zukunft angeht. "Schon wäre es natürlich, von der Musik leben zu können“, meint Stitz. "Das kann auch ruhig der Traum einer Band sein, denn nur dann macht man vernünftig Musik“. kil
 

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