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Romantische Melodien strahlen lassen

Das Ensemble Musica Assoluta zeigt sein Programm Romantische Melodien strahlen lassen

Wenn acht Musiker zusammen spielen, schaffen sie eine Klangfülle, die  komplexer ist als bei Trio oder Quartett, aber noch transparenter als bei einem Kammerorchester. Das hannoversche Ensemble „Musica Assoluta“führte  in der Alten Fechthalle drei Oktette auf – inklusive einer Musik-Tanz-Urauführung.

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Das furiose Presto spielt das Oktett so energiegeladen und dynamisch als hätte es Rückenwind beim Musizieren.

Quelle: CR

Göttingen. Das Konzert begann mit dem Streicher-Oktett Es-Dur op. 20 des jungen Felix Mendelssohn Bartholdy. Die acht Musiker spielen dieses komplexe viersätzige Werk auf vier Violinen, zwei Violen und zwei Celli sehr frisch und lebendig. Dank der hervorragenden Akustik der Fechthalle, ist der warme Klang sehr präsent. Die Instrumentalisten lassen romantische Melodien kammermusikalisch intim strahlen, schaffen aber auch fast symphonische Klänge. Das furiose Presto spielt das Oktett so energiegeladen und dynamisch als hätte es Rückenwind beim Musizieren.

Nächstes Konzert:

„Musica Assoluta“ spielen erneut in der Alten Fechthalle am Sonnabend, 21. Mai,  ab 20 Uhr mit dem Filmkonzert „Rain".

Stilistisch ganz anders das folgende Oktett „Octandre“ des Erneuerers Edgar Varèse (1883-1965): In dieser Musik reiben sich Musikstimmen aneinander und es kontrastieren sich laute und leise Momente. So schaffen die Musiker auf Flöte, Klarinette, Oboe, Fagott, Kontrabass, Horn, Posaune und Trompete eine extreme Dramatik mit stets neuen Klangerlebnissen.

Im letzten Oktett wird die Philosophie der zwanzigköpfigen „Musica Assoluta“ um den Künstlerischen Leiter Thorsten Encke besonders deutlich: Das 2011 gegründete junge Ensemble hat ein Faible für moderne Musik und präsentiert diese in einem ungewöhnlichen Rahmen. So beschließen die Musiker den Abend zusammen mit der „Ballet Production Zambon“ und einer getanzten Uraufführung des „Oktetts für Blasinstrumente“ von Igor Strawinsky.

Zur bravorös gespielten Musik in doppelter Fagott-, Trompeten- und Posaunen-Besetzung sowie Flöte und Klarinette lässt die Choreografie zwei Mann/Frau-Paare mit einander spielen und kämpfen. Der Tanz changiert zwischen Schwere, Leichtigkeit und dezentem Witz, nutzt Symmetrien im Raum und wechselt zwischen festgelegten und freien Bewegungen. Die Tänzer illustrieren so die an Mozart orientierte, wunderschöne Musik, in der sich Moderne und Tradition umarmen.

Der vom Publikum umjubelte Abend zeigte Zweierlei: Mit innovativen Konzepten kann moderne Musik sehr ansprechend inszeniert werden und Oktette haben ihren eigenen Zauber.

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