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„Romulus der Große“ von Friedrich Dürrenmatt

Entlarvende Version des Untergang „Romulus der Große“ von Friedrich Dürrenmatt

Friedrich Dürrenmatts Komödie „Romulus der Große“ wird selten gespielt. Am Sonnabend, 23. Januar, hat die Inszenierung des Stückes von Matthias Kaschig am Deutschen Theater  um 19.45 Uhr Premiere. 

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Romulus (Gerd Zinck) und sein Gefolge.

Quelle: Jauk

Göttingen. Romulus der Große ist Kaiser des größten Staates seiner Zeit, des Römischen Reichs. Diesem Reich steht in Dürrenmatts Komödie der Untergang bevor. Romulus sollte in der Hauptstadt wohnen und regieren, den Staatsbankrott verhindern genauso wie die Besetzung durch die Germanen oder den Ausverkauf der Kultur. Doch Romulus hat sich auf seinen Landsitz zurückgezogen, hat keinerlei Ambitionen mehr und sitzt die Dinge aus.

Allein die Heirat seiner Tochter mit dem germanischen Hosenfabrikanten Rupf könnte Romulus‘ Reich noch retten, denn jener bietet eine unermessliche Summe Geldes, die die Germanen zum Verlassen Italiens bewegen würde. Doch Romulus versagt dieser Eheschließung seinen Segen. Als schließlich der germanische Heerführer einmarschiert, nimmt der Verlauf der Geschichte eine unerwartete Wendung.

Mit Ironie und entlarvendem Humor beschreibt Dürrenmatt seine Version des Untergangs des Römischen Reichs und hält mit seiner Parabel der Gegenwart mit Politikverdrossenheit und kapitalistische Verdrehungen einen Spiegel vor.

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