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Ronny Thalmeyer über Hunde, Loriot, Schwimmen und Thüringer Klöße

Wasser muss sein Ronny Thalmeyer über Hunde, Loriot, Schwimmen und Thüringer Klöße

Zwei Theaterhäuser stehen in Göttingen. Dazu kommen professionell arbeitende freie Theater und ein studentisches. Eine Tageblatt-Serie stellt die Schauspieler vor.

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Quelle: Hinzmann

Göttingen. Seit der Spielzeit 1996/1997 gehört Ronny Thalmeyer zum Ensemble des Deutschen Theaters (DT).“ Fast 20 Jahre, in denen er „immer mal auf dem Sprung war“, aber immer habe ihn irgendetwas gehalten. „Ganz oft waren das die Zuschauer“, sagt der Schauspieler, aber auch das fantastische Ensemble, in dem er sich aufgehoben fühle. Wenig Neid gebe es,  jeder respektiere den anderen.

Studiert hat Thalmeyer Schauspiel an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in  Potsdam. Über Stationen in Detmold und Marburg kam er nach Göttingen. Berlin aber, das bleibt sein Sehnsuchtsort. Und nie zurecht kommen werde er mit dem „Wassermangel“ in Südniedersachsen. Schließlich sei er ja aufgewachsen in Berlin und Brandenburg, wo es alle paar Kilometer einen größeren See gibt. Hier mit der Leine, da muss „man ja nicht mal trainieren, um drüber zu schwimmen“, so Thalmeyer.

Deswegen ist er jetzt auch an die Weser gezogen. Die ist schon eher nach seinem Geschmack und seinem schwimmerischen Ehrgeiz. Hier wird jetzt auch ein Garten gepflegt, Holz gehackt und der Rasen gemäht. Und wenn Zeit bleibt, gekocht. „Ich versuche, alles selber zu machen.“ Nudeln etwa. Er liebe er Nudelmaschinen, formt und schneidet die Pasta aber auch mit der Hand. Auf jeden Fall handgemacht werden die Thüringer Klöße.

Thalmeyer hat eine Schwäche für feinsinnige Humoristen. Da wird er auch zum Regisseur. Einen Abend mit den Ostkomikern Rolf Herricht und Hans-Joachim Preil hat er inszeniert. Loriot funktioniere hier aber besser. „Sagen sie jetzt nicht’s“ und „Schmeckt’s“ heißen seine beiden Loriot-Abende am DT.  Loriot fasziniere ihn. Der sei so zurückgenommen, wahnsinnig klug. Wie er erklärt, warum er seine Sketche so und nicht anders macht.  „Chapeau.“  Das sei alles nicht gleich durchschaubar, der Zuschauer sei gefordert und solle und wolle entdecken.

Wäre er nicht Schauspieler geworden, dann gern sowas wie Hundeflüsterer. Sein Hund ist ihm wichtig, bereits der dritte begleitet ihn. Eine Traumrolle, die er noch spielen möchte? Den Wilhelm Voigt aus  Carl Zuckmayers „Der Hauptmann von Köpenick“. „Der vereint viel, was mir wichtig ist.“ Große Vorbilder hat er für die Rolle. „Ich habe sowohl Harald Juhnke als auch Katharina Thalbach als Voigt gesehen“, erzählt der Schauspieler. „Die waren so grandios überzeugend!“

Ronny Thalmeyer

Geboren: in Bad Saarow, aufgewachsen in Berlin

Ausbildung:  Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam

Status: der Humorvolle

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