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Sanft-anmutige musikalische Ergötzung

Händel-Festspiele 2009 Sanft-anmutige musikalische Ergötzung

Schon bei ihrem ersten Auftritt in der „Göttinger Reihe historischer Musik“ im Januar hatten „Cleora’s Muse“ die Herzen ihres Publikums im Sturm genommen. Das gelang ihnen am Sonntag in der Aula der Universität abermals – auf entspanntere Weise, weil es diesmal ja nicht mehr um einen Wettbewerb ging.

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Musik der Liebe: „Cleora’s Muse“ mit Simon Martyn-Ellis, Andrea Ritter, Miriam Alexander, Marie Deller und Daniel Koschitzky (v.l.).

Quelle: Schäfer

Das Engagement bei den Festspielen ist der Siegespreis in der „Göttinger Reihe“. Und dieser Preis war hochverdient, wie die überschäumende Begeisterung des Publikums bewies.

Sängerin Miriam Alexander bezauberte die Hörer mit ihrem sehr weichen, anmutigen Sopran. Einen lebendigen Kontrast dazu bilden die beiden hochvirtuosen Blockflöten, gespielt von Andrea Ritter und Daniel Koschitzky. Letzterer war als unterhaltsamer Moderator einer der Motoren des Abends: Kurzweilig und mit augenzwinkerndem Witz, stets aber auch informativ führte er in die Welt der liebenden Hirtinnen und an der Liebe Verzweifelnden ein.

Gutenachtgruß

Kantaten von Scarlatti, Händel und Pepusch, dazu zwei der schönsten Lieder von Purcell bildeten das vokale Gerüst des Abends. Instrumentale Glanzstücke von William Croft, Telemann und Pachelbel dienten zur weiteren „Musicalischen Ergötzung“, wie Pachelbels Sammlung von 1691 treffend betitelt ist. Die zuverlässige Bass-Basis bildeten Marie Deller am Violoncello, der temperamentvolle Lautenist und Gitarrist Simon Martyn-Ellis und Ricardo Magnus an Cembalo und Orgel. Nach einem solchen Genuss mussten noch Zugaben folgen. Händels „Lascia ch’io piango“ aus „Rinaldo“ war der finale Gutenachtgruß – zum Dahinschmelzen.

Von Michael Schäfer

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