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Saxofonist Christof Lauer über NDR-Bigband und Göttinger Jazzfestival

Tanzmusik ade Saxofonist Christof Lauer über NDR-Bigband und Göttinger Jazzfestival

Eigenständigkeit ist ihm wichtig. Eigene Ideen, eigener Sound, eigene Musik. Das betont Christof Lauer beim Telefongespräch im Vorfeld des 37. Göttinger Jazz-Festivals. Der Saxofonist wird zusammen mit der NDR-Bigband auftreten.

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Erinnerungen an gute Atmosphäre und direkten Kontakt zum Publikum im Deutschen Theater: der Saxofonist Christof Lauer.

Quelle: EF

Göttingen. Hervorgegangen ist die Bigband aus dem 1945 gegründeten Radio-Tanzorchester Hamburg. Über die Jahre näherte es sich immer weiter dem Jazz an. Der Musikrichtung, zu der Anfang der 1990er Jahre in der Bigband eine grundsätzliche Orientierung erfolgte.

Seit 1993 ist Lauer Mitglied des Orchesters. Das habe allerdings erst beim zweiten Versuch geklappt, verrät der Musiker. Vorher soll es in der Bigband noch „alte Herrschaften“ aus der „Tanzmusikecke“ gegeben haben, mit denen die Zusammenarbeit nicht funktioniert habe. Nachdem sich das Orchester aber „total verändert hat“, ist Lauer dabei.

Die Zusammensetzung der Bigband sei etwas Besonderes, sagt der Musiker. Sie bestünde „nicht bigband-typisch“ aus eigenständigen Solisten. So sei eine große Vielfalt möglich. Beim Jazzfestival in Göttingen spielt Lauer zusammen mit dem Orchester Werke von Sidney Bechet, einem der Gründerväter des Jazz. Der Klarinettist entdeckte 1920 auf einer Europatournee das Sopran-Saxofon für sich und integrierte es in den Jazz.

„Frei improvisierte Musik“

Bei seinen vielen Auftritten rund um die Welt kann sich Lauer nicht so gut an die einzelnen Spielorte erinnern. Göttingen ist ihm allerdings in Erinnerung geblieben. „Das Theater hat eine unglaublich gute Atmosphäre. Es gibt „einen direkten Kontakt zum Publikum“, sagt der Musiker, „fast schon Clubatmosphäre“. Angefangen hat Lauer mit Klavier und Cello, studierte letzteres am Hochschen Konservatorium – der Musikakademie in Frankfurt am Main – und befand sich „auf dem Weg zur Klassik“.

Nachhaltig beeinflussten ihn aber Jazzmusiker wie der US-amerikanische Saxophonist John Coltrane. „Frei improvisierte Musik“ gehört zu Lauers „Favoriten“. Dabei ist eigentlich egal ob Klassik oder Jazz. Kreativität sei wichtig und nicht mit Virtuosität gleichzusetzen. Virtuos können Stücke nämlich auch nachgespielt werden, so Lauer. Für ihn zählen aber die eigenen Ideen.

Von Friedrich Schmidt

Das Jazzfestival beginnt am Freitag, 7. November. Restkarten für den ersten Haupttag, Freitag, 14. November, gibt es in den Geschäftsstellen des Tageblatts in Göttingen, Jüdenstraße 13c, und Auf der Spiegelbrücke 11 in Duderstadt. Der Sonnabend ist ausverkauft.
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