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Schielas Riesen-Aquarelle

Ausstellung in der Galerie Ahlers Schielas Riesen-Aquarelle

Seine Motive nur zu fotografieren, reicht Thomas Schiela nicht: Auf großformatigen Leinwänden malt er mit Aquarellfarbe Porträtfotografien und von Reisen inspirierte Szenen und Landschaften. Die Galerie Ahlers präsentiert zwei seiner Serien. Die Schau „Two/Dos Americas“ wird am Freitag, 8. April, um 20 Uhr eröffnet.

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Farbenfroh: Tanszene aus Peru, gemalt von Thomas Schiela.

Quelle: R

Göttingen. Die Serien um Peru und Las Vegas von Schiela könnten kaum gegensätzlicher sein. Seine Reiseeindrücke von Peru zeigen ausgelassen tanzende Menschen. Mit bauschenden roten Röcken wirbeln sie durch die Straßen, über ihnen der strahlend blaue Himmel. Die Szenerie ist mit Aquarell auf Leinwand festgehalten, wie ein strahlendes Foto aus den Siebzigerjahren.

Die Ausstellung:

Die Ausstellung startet am Freitag, 8. April, um 20 Uhr in der Galerie Ahlers, Düstere Straße 21. Zu sehen ist sie bis Sonnabend, 7. Mai, dienstags bis freitags von 10 Uhr bis 13 Uhr und 15 Uhr bis 18 Uhr, sonnabends von 10 Uhr bis 13 Uhr.

Dem gegenüber stellt der Künstler seine Las Vegas-Serie. Mit „Two seconds“ malte er zweimal dasselbe Motiv, eine Aufsicht auf die Straßen der Metropole. Zwischen den beiden fotografischen Vorlagen, die der Künstler für die Bilder nutzte, liegen nur die titelgebenden zwei Sekunden. An solch einem Bild arbeitet der Künstler etwa 100 Tage.

Schiela interessiert sich nicht für die Geschichte hinter seinem Foto, sondern für die Farbe und das Licht, für den Anlass, nicht für den Moment und vor allem: für die Technik der Fotografie. Jede Verwackelung, jeden Fehler der Kamera und jedes Bildrauschen nimmt Schiela in seinen Gemälden mit auf und schafft so einen Ausschnitt von beeindruckendem Detailreichtum. „Es geht mir nie darum, Geschichten zu erzählen“, sagt Schiela.

Doch wie hält sich die Wasserfarbe, die doch für schnelles, skizzenhaftes Malen steht, auf einer Leinwand? Der Künstler nutzt dafür eine spezielle Grundierung. Abschließend behandelt er das Bild mit einem von ihm entwickelten Firnis, der die Leinwand schützt.

Der 1966 in Duisburg geborene Schiela nimmt für seine fotorealistischen Arbeiten meist eigene Fotografien als Vorlage. Er sieht das Foto als einen Anlass, weiter zu malen. „Ich wende mich der Welt zu mit meinen Reisen, aber gleichzeitig distanziere ich mich auch, indem ich mich mit den Eigenheiten der Fotografie beschäftige“, sagt der Künstler. Dass er seine Faszination für detailreiche Motive gern auf übergroßen Leinwänden festhält, hat einen Grund: „Wenn ich sie kleiner ausführen würde, sähen sie aus wie Spielzeuglandschaften“, meint Schiela. Die Art von Motivik brauche eine große Leinwand – sonst funktioniere sie nicht.

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