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Kritisches Denken nicht erwünscht

Schüler bringen „Fahrenheit 451“ auf die Bühne Kritisches Denken nicht erwünscht

Über eine Welt, in der der Besitz und das Lesen von Büchern verboten sind, schrieb Ray Bradbury seinen Roman „Fahrenheit 451“. Schüler des 11. Jahrgangs am Felix-Klein-Gymnasium haben das Stück bei den Schülerlesetagen auf die Bühne gebracht.

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Schüler des Felix-Klein-Gymnasiums Göttingen bringen „Fahrenheit 451“ auf die Bühne.

Quelle: Christina Hinzmann

Göttingen. „Bist du glücklich?“, fragt Clarisse den Feuerwehrmann Montag. Glücklich, das ist hier eigentlich nicht die Frage. Zerstreut, beschäftigt, abgelenkt: das sind die Menschen in dieser zukünftigen Welt, die der us-amerikanische Autor Ray Bradbury in den 1950er Jahren in seinem Buch „Fahrenheit 451“ entwarf. Das Fernsehen bietet rund um die Uhr lockere Unterhaltung. Der Besitz und das Lesen von Büchern sind streng verboten, eigenständiges, gar kritisches Denken nicht erwünscht. Mechanische Hunde spüren Menschen auf, die noch Bücher besitzen. Die Bücher werden verbrannt.

Termin

Fahrenheit 451 wird am Freitag, 15. April, um 18 Uhr noch einmal in der Aula des Felix-Klein-Gymnasiums, Böttinger Straße, gezeigt.

Nächste öffentliche Veranstaltung der Schülerlesetage: Dienstag, 12.April, 13.30 Uhr Diskussionsrunde “Schöne neue Welt?“ mit Autoren und Schülern zum Thema „Schöne neue Welt?“ im Lichtenbergraum der IGS Göttingen-Geismar, Schulweg 22.

Montag, der Feuerwehrmann, beginnt skeptisch auf seine Umwelt zu schauen, als er das ungewöhnliche Mädchen Clarisse kennenlernt. Zu dem muss er miterleben, wie sich eine alte Frau lieber mit ihren Büchern verbrennen lässt, als ohne sie weiterzuleben. Montag besucht den Großvater von Clarisse, einen ehemaligen Literaturprofessor. Er beginnt zu lesen und verstrickt sich immer mehr in gefährliche Situationen.

Einen spannenden Stoff haben sich zwei Kurse darstellendes Spiel des 11. Jahrgangs des Felix-Klein-Gymnasiums für ihre Aufführungen bei den Schülerlesetagen ausgesucht. Angeregt vom Motto der diesjährigen Lesetage „Schöne neue Welt? - Endzeit, Umbruch, Aufbruch... Utopien, Dystopien - Vorstellungen von einer zukünftigen Welt“. Von Bühnenbild über Ausstattung bis zur Regie übernahmen die Schüler für ihre Fassung von Bradburys Stück alles selbst. Nur für die Tanzszenen gab es Unterstützung vom Tanzzentrum Göttingen. Ein schöne Idee sind diese Szenen, die vor allem die Fernsehwelt deutlich machen. Die Hauptrollen wurden häufig mehrfach besetzt. Mit guter Szenenauswahl und engagiertem Spiel gelingt den Jugendlichen ein überzeugender Auftritt. Die Mitschüler bei der Premiere am Montagmittag spendeten reichlich Beifall.

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