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Schwedischer Abend: „Abba today“ in der Göttinger Stadthalle

Singen und feiern Schwedischer Abend: „Abba today“ in der Göttinger Stadthalle

Kirchenglocken am Anfang, die für einen kurzen Augenblick Konfusion beim Publikum auslösen. „Hells Bells“ von AC/DC? Ist das nicht der völlig falsche Song? Ist es nicht, denn die Kirchenglocken entpuppen sich als Vorspiel einer kleinen Klangcollage, und nur kurze Zeit später schallt eine bekannte Textzeile aus den Lautsprecherboxen: Mamma Mia, here I go again.

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Dicht am Original: die Musiker der Show „Abba today“.

Quelle: EF

Göttingen. Die Abba-Cover-Show „Abba today – The Tribute Show“ in der Stadthalle ist nicht ausverkauft. Ganze Stuhlreihen bleiben frei. Zwischen Sitzplätzen und hinterer Wand haben die Veranstalter reichlich Platz gelassen. Keine schlechte Idee, wie sich später herausstellen wird.

Der erste Song des Abends ist auch der erste, mit dem die schwedische Originalband das internationale Musikparkett betreten hat: Waterloo. Die Musiker von Abba today treten in schillernden 70er-Jahre-Kostümen auf. Schlaghosen und Trompetenärmel werden gezeigt, der weiße Stoff ist abgestimmt auf die weißen Instrumente. Sogar um das Schlagzeuggestell von Drummer Mario Kny ist eine weiße Federboa gewickelt.

Vielleicht sind es gerade diese Details, die das Publikum vom ersten Augenblick an begeistern. Schon beim ersten Song wird durchgängig mitgeklatscht. Sehr zu Freuden der Musiker. Es dürfe gesungen und gefeiert werden, stellt Mario Fischer, der als Benny Andersson auftritt, in seiner kurzen Begrüßung klar. „Vielleicht tanzt auch der eine oder andere. Das ist überhaupt nicht verboten“, sagt Fischer. Viele Zuschauer werden im Laufe des Abends dieser Aufforderung folgen.

Musikalisch hält sich „Abba today“ nicht sklavisch an das Original. „Vielleicht sind die Songs nicht so, wie Sie sie aus dem Radio kennen“, gibt Fischer zu. Tatsächlich schafft es Gitarrist Jens Kaufmann den berühmten Riff von Deep Purples „Smoke on the water“ leicht abgewandelt in den Abba-Hit „Mamma Mia“ unterzubringen. Insgesamt bleibt „Abba today“ jedoch eng genug an die Vorlage, um den typischen Abba-Sound nicht allzu sehr zu verfälschen. Auch die Stimmen der Sängerinnen Daniela Manske und Rebecca Glantz ähneln sehr denen von Anni-Frid Lyngstad und Agnetha Fältskog.

Das Besondere an dem Abend ist das durchgängig begeisterte Publikum. Fast pausenlos wird geklatscht, immer wieder stehen Zuschauer auf, wippen und tanzen an ihren Plätzen. In der zweiten Hälfte des Konzerts verwandelt sich die freie Fläche im hinteren Teil des Saals endgültig zur Tanzfläche. Viele Zuschauer verlassen ihre Plätze, tanzen, feiern, singen laut mit. Das lässt selbst den Tonmann nicht kalt, der am Ende der Show bei der Zugabe „So long“ von seinem Platz aufsteht, und vor seinem Mischpult im Takt wippt. Ein gelungener Abend.

Von Daniela Lottmann

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