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Seven Up in der Stadthalle

Weihnachtskonzert Seven Up in der Stadthalle

Die Weihnachtskonzerte von Seven Up sind seit Jahren fester kultureller Bestandteil der Göttinger Vorweihnachtszeit. Diesjährige Gäste sind der auf Göttinger Bühnen und in der Fußgängerzone oft präsente britische Gitarrist und Sänger Mark Gillespie sowie der 80-köpfige Stolle-Chor.

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Seven Up

Quelle: Heller

Göttingen. Satter sechsstimmiger a capella Satzgesang, wie auch Solointerpretationen bekannter Hits zeichnen das Sextett um Christoph Jess, Gregor Jess, Christiane Eiben, Heike Neumeyer, Benjamin Stürzenhofecker und Torsten Uhlendorff aus. Auch zum Weihnachtskonzert am Sonnabend in der Stadthalle schütteten sie wieder ein Füllhorn an Überraschungen aus.

Foto: Heller

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Ein großer Stern prangt über der Bühne, ein geschmückter Weihnachtsbaum und ein lebensgroßes Schwein mit roter Zipfelmütze zieren den Bühnenrand. Gewaltig und a capella erklingt „God rest ye merry gentlemen" aus dem Off, die Musiker bewegen sich singend aus dem dunklen Zuschauerraum auf die Bühne. Ein feierlicher Beginn, dem das walisisch-englische Weihnachtslied „Deck the halls" folgt.

 

Gregor Jess eröffnet den Soloreigen mit seiner kratzig souligen Stimme und „We light up the world". Unterstützt wird er dabei von der dreiköpfigen Band um Heinz Lichius, Schlagzeug, Jens Wrede, Bass, und Markus Gahlen an der Gitarre. Neumeyer bindet mit dem von ihr mit beeindruckender Stimme in Spanisch und Französisch gesungenen „Mil pasos" erstmals das Publikum mit ein.

 

Mit minutenlangen stehenden Ovationen wird die Darbietung des 80-köpfigen Stolle-Chors bedacht. Die Kinder und Jugendlichen wurden unter Anleitung von Seven Up in einem Sommer-Workshop auf ihren Auftritt vorbereitet. Mit wechselnden solistischen Einlagen singen sie ein afrikanisches Lied aus dem Musical „König der Löwen". Auch der Nachwuchs des Sextetts wird bedacht. Thorsten Uhlendorff tritt mit Tochter Leona im Duett auf. Deplatziert wirkt die Parodie aller sechs Ensemblemitglieder im Dirndl mit Jodel- und Rappeinlage zu „Ice ice baby", die den zweiten Set einläutet.

 

Dann wird mit Mark Gillespie der nächste Gast mitsamt Equipment auf die Bühne gefahren. Mit rauchiger Stimme zu Loops und Gitarre singt er zwei eigene Stücke, bevor er Seven Up zu einem echten Septett ergänzt. „Ich steh an deiner Krippe hier" aus Bachs Weihnachtsoratorium wird zum Mashup mit George Michaels „Jesus to a child". Stimmungsvoll wie zu Beginn beenden Seven Up a capella ihren abwechslungsreichen Abend mit Neil Youngs „After The Gold Rush". Ein Auftritt mit beeindruckenden gesanglichen Darbietungen, dem jedoch in den Übergängen etwas der Fluss fehlte. Das Publikum bedenkt Seven Up und die Musiker mit lang anhaltendem Applaus.

 

Von Jörg Linnhoff

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