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Sido im Tageblatt-Interview: „Das wird eine richtige Hiphop-Show“

Auftritt in der Göttinger Lokhalle Sido im Tageblatt-Interview: „Das wird eine richtige Hiphop-Show“

Sido, das war der Hiphopper mit dieser silbern glänzenden Totenkopfmaske, der immer wieder auch mit Prügelattacken für Aufsehen sorgte. Er zählt zu den erfolgreichsten deutschen Rappern. Am Dienstag, 24. November, ist er zu Gast in der Lokhalle. Im Tageblatt-Interview spricht er über seine Tour.

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Schon seit Jahren ohne Totenkopfmaske unterwegs: Sido.

Quelle: Aslan

Göttingen. „Wir sitzen im Auto, ich gebe mal weiter.“ Der Manager von Sido hat wie verabredet in der Redaktion angerufen, jetzt gibt er das Telefon weiter an Sido. „Hallo, wir duzen uns doch, oder?“, sagt der Hiphopper, der im Jahr 2005 seine hochglänzende Tortenschädel-Maske ablegte, heute verheiratet ist und dessen Ehefrau Charlotte ihr zweites Kind erwartet, einen Sohn. Es wird Sidos dritter männlicher Nachwuchs.

 

Wer mit dem Auto fährt, will irgendwohin. „Wohin fahrt ihr?“ „Nach Berlin, nach Hause“, antwortet Sido, der am 30. November 35 Jahre alt wird. Der Musiker, der bürgerlich Paul Würdig heißt, ein Name, der nicht unbedingt nach einer Verbesserung durch einen Künstlernamen verlangt, gibt sich zu Beginn etwas widerborstig. Aber nur kurz.  „Glückwunsch zum dritten Kind!“ „Danke.“ Sidos Ehefrau, die Moderatorin Charlotte Würdig, habe nach der Geburt ihres ersten Kindes sehr viel Wert auf Fitness gelegt, ist zu lesen. Ob sich Sido daran beteiligt hat? „Nein!“, ruft er ins Telefon, „ich bin sehr, sehr unsportlich.“ Und Sport anschauen? Vielleicht Bundesliga-Fußball und den Hauptstadtverein Hertha BSC anfeuern? „Ich habe generell kein Interesse an Sport“, sagt Sido.

 

 Mit seinem neuen Album „Sido VI“ kommt der Musiker in die Lokhalle. In einem der Lieder der CD singt er: „Charlotte gefällt es, wenn ich ihr ᾽n Pelz kauf᾽.“ Ernsthaft? „Sie besteht darauf, dass ich sage, dass sie keine echten Pelze haben will“, erläutert Sido und fügt an: „Mir wäre das ja egal.“ Ach ja? Wer Fleisch esse und Lederjacken trage, müsse auch konsequent sein.

 

In einem Interview hatte Sido erklärt, er wolle bei der Tournee nicht nur Kohle abgreifen, sondern den Menschen richtig etwas bieten. Jetzt bestätigt er: „Wir kommen mit einem riesigen Aufgebot, mit fünf Trucks. Wir haben uns einiges einfallen lassen.“ Verrät er schon etwas vorab? „Back to the roots“, sagt Sido und erklärt: „Das wird eine richtige Hiphop-Show wie es sie schon seit Jahrhunderten gibt (lacht) – DJs und zwei Mikrofone. Die größte, die es jemals gegeben hat.“

 

Als Support ist MoTrip dabei. „Bei dem funktioniert gerade alles. Wir sind gut befreundet, und er ist einer der Besten.“ Bei verschiedenen Auftritten soll auch Andreas Bourani kommen, mit dem Sido zusammengearbeitet hat. Auch in Göttingen? Das hänge von den Terminen ab, die Bourani bei einer Casting-Show habe, erklärt Sido. Aus dem Stand könne er diese Verpflichtungen nicht überblicken.

 

Ruhiger geworden soll er sein, verkünden Medien. „Ich merke das selber nicht so“, sagt er, „als Musiker“. Aber er sei schon angekommen: „Ich bin gerne zu Hause.“ Und wo befindet sich die Totenkopfmaske, die er 2005 abgenommen hat und die er davor immer trug? „Ich habe bei mir unten im Haus ein Studio, da liegt sie in einer Kiste.“

 

Sido tritt am Dienstag, 24. November, um 20 Uhr in der Lokhalle an der Bahnhofsallee in Göttingen auf. Karten gibt es unter anderem in den Tageblatt-Geschäftsstellen, Jüdenstraße 13c in Göttingen und Auf der Spiegelbrücke 11 in Duderstadt.

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