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Sieben freie Theater gründen in Göttingen Netzwerk

Junges Theater als Treffpunkt Sieben freie Theater gründen in Göttingen Netzwerk

Koproduktionen, Produktionen austauschen, sich finanziell unterstützen: Am Mittwoch haben sich in Göttingen bei einem ersten Treffen Freier Theater sieben Theater zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. Neben dem Jungen Theater Göttingen sind dies das Freie Werkstatt Theater Köln, das Lichthof Theater Hamburg, Pathos aus München, der Theaterdiscounter Berlin, Theater Rampe Stuttgart und das Loft Leipzig.

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Netzwerker: Inken Kautter, Köln, Nico Dietrich, JT, Mathhias Schulze-Kraft, Hamburg, und Katja Kettner, München (von links).

Quelle: Heller

Göttingen. Viele Produktionen der Freien Theater „können nicht häufig genug laufen“, beschreibt Inken Kautter vom Freien Werkstatt Theater Köln, ein Problem. Das Publikum der eigenen Region sei dann erreicht. Wenn die Theater solche Produktionen austauschen ergeben sich nicht nur finanzielle Vorteile. Die Theatermacher könnten dann auch sehen, wie ein Stück in anderen Regionen aufgenommen werde.

Spannend sei es auch, durch einen Austausch andere Arbeitsweisen, andere inhaltliche und ästhetische Herangehensweisen  kennenzulernen, so Nico Dietrich, Intendant des JT. „Das JT will gar nicht alles können“, aber neue Impulse aufnehmen. Man wolle die „Türen aufmachen. Wir wollen hier gern vieles zeigen“, erklärt Dietrich.

Es gehe aber nicht nur um die  Theater, ergänzt er, sondern auch um die Künstler, die so besser unterstützt werden können. Und bessere Chancen haben, bundesweit bekannt zu werden.
Neben Dietrich war Kautter treibende Kraft des Netzwerkgedankens. Beide kennen sich schon länger. Kautter hat am JT beispielsweise „Wegschließen“ mit inszeniert.

Im Sommer soll es ein nächstes Treffen geben – wohl wieder in Göttingen. Es liegt schließlich für alle günstig in der Mitte, so Dietrich, und so praktisch an der ICE-Strecke. Dann werden Stücke und Produktionen ausgewählt, die dann an allen sieben Theatern laufen sollen.

Schöne Pläne wollen finanziert werden. Der Austausch von Produktionen kostet natürlich auch Geld. Und so werden  sich die beteiligten Theater jetzt auf die Suche nach neuen Förderern ihres Netzwerkes machen. Kautter gibt sich optimistisch. „Das Thema ist schon einige Jahre in der Debatte.“ Allen sei klar, dass es eine gewisse Überproduktion gebe. Eine Vernetzung von Theatern aus mehreren Bundesländer sei da doch ein interessanter Lösungsansatz, so Matthias Schulze-Kraft, Lichthof Theater Hamburg.

Beim zweiten Göttingen Festival der Freien Theater im Herbst sollen die Pläne dann konkreter sein. Dann könnten, so hofft der Kölner Gerhard Seidel, schon erste Finanzierungen gesichert seien.

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