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Signal der Verlässlichkeit aller Vertragspartner

Händel-Festspiele Signal der Verlässlichkeit aller Vertragspartner

Für die kommenden drei Jahre ist die Finanzierung der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen gesichert – zumindest was die Gelder der Öffentlichen Hand betrifft.

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Bereitwillig Unterschriften geleistet: Intendant Tobias Wolff, Ministerin Johanna Wanka, Oberbürgermeister Wolfgang Meyer und Landrat Bernhard Reuter (von links).

Quelle: Heller

Göttingen. Am Montag haben Johanna Wanka (CDU), die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Göttingens Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD), Bernhard Reuter (SPD) als Landrat für den Landkreis Göttingen sowie Tobias Wolff, der geschäftsführende Intendant der Festspiele, die Zielvereinbarung unterzeichnet. Der Vertrag – er verlängert die 2008 abgeschlossene erste Vereinbarung – hat eine Laufzeit von 2013 bis 2015.

Darin sind als Zuschüsse des Landes Niedersachsen jährlich 150 000 Euro fest vereinbart. Die Stadt Göttingen wird jährlich rund 138 000 Euro zuschießen, der Landkreis Göttingen 50 000 Euro. Erstmals ist nicht nur die Festspiel-GmbH, sondern auch die Göttinger Händel-Gesellschaft Partnerin des Vertrages. Sie verpflichtet sich zu einem jährlichen Zuschuss in Höhe von mindestens 35 000 Euro. Die mehr als 1100 Mitglieder des Vereins brächten dadurch „ihr bürgerschaftliches Engagement für Kultur“ zum Ausdruck“, heißt es in einer Pressemeldung des Ministeriums.

Die 1920 gegründeten Göttinger Händel-Festspiele besäßen, so betont Wanka, als ältestes Festival Niedersachsens ein Alleinstellungsmerkmal. Eine mittelfristige Planungssicherheit bis 2015 sei für Niedersachsens Festivals einmalig: „So eine stabile Förderung gibt es bundesweit nur selten.“ Sie freue sich, dass nun alle drei wichtigen Göttinger Kulturinstitutionen – neben den Händel-Festspielen das Deutsche Theater und das Göttinger Symphonie-Orchester – Planungssicherheit hätten.

Händel-Festspiele seien „unstrittig ein Highlight“

Wanka begrüßte die „großen Pläne“ der Festspiele für die kommenden Jahre und hob dabei die Absicht hervor, bis zum 100-jährigen Jubiläum der Festspiele 2020 alle bisher noch nicht in Göttingen gespielten Händel-Opern aufzuführen. Sie freue sich auch auf den Beitrag der Händel-Festspiele zum 2014 anstehenden 300-jährigen Jubiläum der Personalunion zwischen Großbritannien und Hannover, zu dem Niedersachsen eine Landesausstellung plant.

Die Händel-Festspiele seien „unstrittig ein Highlight“ und aus Göttingens Kulturlandschaft „nicht wegzudenken“, sagte Oberbürgermeister Meyer. Ihm sei bewusst, dass für die Finanzierung der Festspiele „noch ganz viele zusätzliche Mittel eingeworben werden“ müssten. Doch dieser Aufgabe sei Intendant Tobias Wolff gewachsen, das habe er in der Vergangenheit bewiesen.

Landrat Reuter hob hervor, es sei gut, dass die angesichts leerer Kassen „nicht ganz einfache Diskussion“ nun „nicht jedes Jahr“ geführt werden müsse. Die Entscheidung, sich weiter an diesem Vertrag zu beteiligen, sei vor dem Hintergrund gefallen, dass die international renommierten Festspiele in der gesamten Region, „auch im ländlichen Raum“, stattfänden: „So werden wir insgesamt als Region besser wahrnehmbar.“

Intendant Wolff wertete die Vereinbarung als ein „Signal der Verlässlichkeit“ aller Vertragspartner. Bei der gemeinsamen Entwicklung der Zielvereinbarung habe es „ein sehr konstruktives Zusammenarbeiten“ der Partner gegeben. Bei der Einwerbung von Drittmitteln seien gesicherte öffentliche Zuschüsse oft die Voraussetzung für die Vergabe.

Wolff konkretisierte darüber hinaus einige der Ziele, die in diesem Vertrag formuliert sind. So werden die Händel-Festspiele weiter an der Entwicklung zu einem internationalen Standort arbeiten. In Reaktion auf den demografischen Wandel sei darüber hinaus geplant, sich gezielt bestimmten Bevölkerungsgruppen zuzuwenden: den Senioren, den Migranten sowie Kindern und Jugendlichen.

Von Michael Schäfer

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