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Singer-Songwriterin Christina Lux in der Wehrkirche Sattenhausen

Kultur im Kreis Singer-Songwriterin Christina Lux in der Wehrkirche Sattenhausen

„Kultur im Kreis“ präsentiert im zehnten Jahr Musik und Theater an ausgefallenen Orten. Seit mehr als dreißig Jahren steht Christina Lux auf der Bühne. Nur zur akustischen Gitarre lässt sie ihre faszinierende Stimme in einer Mischung aus Folk, Soul, Jazz und Popmusik erklingen. Nun kam sie auf Einladung der Initiative in die Wehrkirche Sattenhausen.

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Singer-Songwriterin Christina Lux in der Wehrkirche Sattenhausen.

Quelle: Linnhoff

Sattenhausen. „Eine Perle im Meer der Songschreiber“, so wird die Sängerin beschrieben. Zu ihrem 50. Geburtstag in diesem Jahr hat sie sich selbst mit ihrer achten CD „Embrace“, einem Live-Album, beschenkt. Hat sie zuvor ihre Texte vorwiegend auf Englisch geschrieben, findet Lux mittlerweile immer mehr zu ihrer Muttersprache. Sie mag es nach eigener Aussage sehr „...zu spüren, dass die Lauscher alles mitbekommen". Ihre Lieder sind poetische Kleinode, vorgetragen von ihrer unverwechselbaren, eindringlichen, souligen Stimme.

Die kleine gemütliche 1432 erbaute Wehrkirche in Sattenhausen bietet dazu ein passendes Ambiente. Schon bei ihrer Anreise habe sie sich sehr willkommen gefühlt. Ihre Band besteht aus drei Gitarren und ihrer unglaublich wandelbaren Stimme. Mehr benötigt sie nicht, um das Publikum umgehend in ihren Bann zu ziehen. Die Frage, ob wir Jemand und wer wir sind, versucht sie gleich zu Beginn mit „Are you somebody“ zu beantworten. In Anspielung auf den Auftrittsort spielt sie „Love is my religion“, ein älteres Lied in neuem, sehr funkigem Gewand.

Lux hat im Laufe der Jahre zu ihrem eigenen, oft sehr rhythmischen Gitarrenstil gefunden. Zum Ende ihrer Songs fällt sie häufig in eine ebenfalls sehr perkussive Fantasiesprache. Ihre Lieder tragen stets kleine feine Botschaften. „Es ist gut so“ handelt vom notwendigen Innehalten. „Arms wide open“ ist ein Statement gegen Ausgrenzung, Rassismus und Gewalt. In „Playground“ stellt sie sich humorvoll die Frage, ob man eine glückliche Kindheit nachholen kann. Das Stück kommt mit einem tollen Groove.

Passend zum Song „Paper Airplane“ faltet sie gegen Ende ihre Setlist zu einem solchen und lässt ihn ins Publikum fliegen. Mit dem fetzig funkigen „Free“ wird dem faszinierten Publikum noch mal richtig eingeheizt, bevor „Ein Moment“ das Konzert stimmungsvoll enden lässt. Applaus für eine Begegnung der ganz besonderen Art.

Wer ihr Konzert verpasst hat, kann Lux am 20. November noch mal im Esel in Einbeck-Sülbeck gemeinsam mit dem Cristin Claas Trio erleben.

von Jörg Linnhoff

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