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„Slow“ und Axel Kruse in der Göttinger Blooming Bar

Konzert „Slow“ und Axel Kruse in der Göttinger Blooming Bar

Was für ein Luxus: ein Liedermacher, eine Band, Wohnzimmeratmosphäre und alles kostenlos. Axel Kruse (Gitarre und Gesang) und die Band „Slow“ aus dem englischen Bristol haben das am Montag in der Göttinger Blooming Bar möglich gemacht. Es war der zweite Abend in der Reihe „Songs & Whispers“, einer Konzertserie, in der Bands vor allem in und um Bremen, aber auch in befreundeten Clubs gastieren. 

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Bandname ist Programm: „Slow“ in der Blooming Bar.

Quelle: Hinzmann

Axel Kruse entspricht dem Bild des Singer/Songwriters. Alleine mit seiner Gitarre sitzt er auf der Bühne. Beim Singen schließt er gerne die Augen und versucht, Atmosphäre  zu schaffen. Das gelingt ihm eher durchschnittlich, was das ausdauernde Plaudern im musikbeschallten Schankraum zeigt. Still wird es, als „Slow“ startet – eine Entdeckung.

 „Slow“, der Name ist Programm. Langsam geht es zu in den Liedern der Band. Sie erinnern an den Sound von „Lamb Chop“, die schönste Fahrstuhl Musik der Welt. Für „die großen Stücke“ greift Frontmann Marvin (hier nennt man sich nur beim Vornamen), der die Stücke schreibt, zur E-Gitarre, sonst spielt er einen fein klingende akustische. Lucy verfügt über eine zauberhafte Stimme, die sie bis zum kräftigen Alt herunterdimmen kann. Dazu spielt sie Harmonium. Mit der einen Hand greift sie Harmonien, mit der anderen pumpt sie Luft  durch das Instrument, das hin und wieder wohlig faucht. Col, eine Generation älter als die Mittzwanziger-Kollegen, spielt ganz entspannt seinen Bass, und so unauffällig wie verlässlich sitzt Kate hinter Schlagzeug und Glockenspiel.

Wie eine Session klingen viele ihrer Lieder. Immer wieder steuern sie auf ein Ende zu, immer wieder folgen weitere Schleifen. Das ist auch gut so, denn ein solcher Abend sollte nicht enden. Die Couch ist weich, Musik umspült die Menschen sanft. 

Das nächste Konzert in der Blooming Bar am Göttinger Waageplatz: „Viarosa“ und „Someday Jacob“ am 1. Juni um 21 Uhr.

Peter Krüger-Lenz

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