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Songs aus Australien

"The Imposter" von Sarakula im Nörgelbuff Songs aus Australien

Schon als Kind hörte er intensiv in die Plattensammlung seiner Eltern. Darin fand er vor allem Disco, Soul und Pop aus den 60er- und 70er Jahren. Stark beeinflusst von dieser Musik, begann Joel Sarakula seine eigene Musikkarriere. Im Nörgelbuff präsentierte er sein aktuelles Album „The Imposter“.

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Auf Deutschlandtournee: Joel Sarakula gastierte am Freitag mit Band im Nörgelbuff.

Quelle: Linnhoff

Göttingen. Inzwischen lebt der sympathische, vielseitig talentierte australische Songwriter in London und macht seit mehr als 16 Jahren Musik. Diese bewegt sich zwischen Retro-Pop, Folk und Soul in einem ihm ganz eigenen Stil.

Ein schlaksiger Typ mit langem Haar und großer eckiger Brille, der an den jungen Elvis Costello erinnert, betritt die Bühne. Sarakula ist nicht allein gekommen. Begleitet wird er auf seiner Deutschlandtour von seinem Londoner Freund Adam Sullivan am Schlagzeug und dem Berliner Gitarristen Alexander Dommisch.

Das mit Sarakula kein verträumter Singer-Songwriter im klassischen Sinne zu erwarten ist, wird gleich mit den ersten Tönen von „Present Tense“ klar. Ein markantes Piano-Intro gibt vor, was das Publikum an diesem Abend erwartet: Groovige, energiegeladene 70er Jahre- Musik mit Brit-Pop Appeal, druckvoll, luftig und locker gespielt. Sarakula geht hinter seinem kleinen roten Keyboard voll auf in und bewegt sich wunderbar ausgelassen zu seiner eigenen Musik. Immer mal wieder verlässt er die Bühne und tänzelt durchs Publikum.

Fast chronologisch arbeitet er sich durch seine beiden Alben. Sein Debüt „The Golden Age“ war in England auf Anhieb sehr erfolgreich. „Matchstick Girl“ handele von einem Mädchen, dem er für zwei Dollar in Australien eine Zigarette abgekauft habe, weil sie das Geld offensichtlich mehr als er gebraucht hätte, gibt der sympathische Sänger an. In der Wohnung seiner Eltern hat er mehr als dreißig Jahre alte über der Zeit vergilbte Polaroid Fotos entdeckt und mit „Old Yellow Photographs“ darüber einen Song geschrieben.

Mit seiner Ankündigung „I want to get a little bit sexy with you“  gibt er das Motto zu „Young Man´s Game“ vom 2015 erschienen zweiten Album „The Imposter“ vor. Zu Falsett-Gesang dreht sich im Geiste die Discokugel. „European Skies“ ist seine ultimative Aufforderung an das Publikum zu tanzen. Die Stimmung wird immer ausgelassener und Sarakula schafft es mit seinem sonnigen Gemüt, den Nörgelbuff zum Dancefloor zu machen.

Seine Lieder gehen ihm und seiner Band leicht und spielerisch mit wunderbarer Klarheit von der Hand. Sarakula scheint auf der Sonnenseite des Lebens geboren zu sein und wird nicht nur als großer Songwriter, sondern auch als durchweg unterhaltsamer Entertainer gefeiert.

Von Jörg Linnhoff

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